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Kein Volkswagen für das Volk Volkswagen W12 Coupé
Das Gedränge war groß, das Auto kaum zu sehen. Die vereinigte Weltjournalistik staunte nicht schlecht, als anlässlich der 35.Tokyo Motorshow schon im Herbst 2001 ein seriennahes Modell des ehemals für 2003 angekündigten W12 Coupés auf dem Stand von Volkswagen präsentiert wurde. Diesmal nicht in Gelb, wie das Giugiaro-Coupé, das vier Herbste zuvor, 1997, in Tokyo stand und auch nicht in Rot, wie der W12 Roadster, der den Autofrühling 1998 in Genf einläutete, sondern in Perlorange. Dazu noch mit einem neuen Glasdach, das sich bis zum Motorraum-Ende erstreckte, den nach vorne öffnenden Flügeltüren und mit neu gestalteten Scheinwerfern und Rückleuchten. Auch schon mit dabei, der kommende Motor.
Der 6,0 Liter-Zwölfzylinder, als Mittelmotor verbaut, wird es in der Serie auf 600 PS und auf ein prächtiges Drehmoment von 620 Newtonmetern bringen. Damit bietet das hinter dem Fahrabteil unter Spezialglas längs eingebaute Aggregat genug Power, um die niedersächsische 1,2 Tonnen-Flunder in 3,5 Sekunden auf 100 Stundenkilometer zu katapultieren. Ab Tempo 120 fährt automatisch der Heckspoiler aus. Erst jenseits von 350 km/h findet das Beschleunigen sein spätes Ende. Die von ESP und ASR (beide abschaltbar) gebändigten Kräfte werden nach klassischer Sportwagenmanier über ein hinter dem Motor angeordnetes, sequentielles Sechsganggetriebe an die Hinterachse gesandt. Dort sorgen Pneus im Format 275/40 ZR auf speziell entwickelten 19-Zoll-Magnesium-Felgen für eine gute Kontaktaufnahme mit dem Asphalt. Eine Gewichtsverteilung nahe dem 50:50-Ideal, aufwendig geführte Doppelquerlenker an der Vorder- und der Hinterachse und die generösen Fahrzeugmaße (Höhe:1,10 Meter, Breite: 1,92 Meter, Radstand: 2,63 Meter) werden der zu erwartenden Dynamik mutmaßlich gerecht werden. Bremsscheiben im 32 Zentimeter-Format bremsen den W12 gehörig ein. Im Innenraum des Prototyps dominieren Leder, Aluminium und Karbon. Auffällig und neu ist die rote Färbung der Aluminiumelemente und das (ähnlich einem F1-Volant) nicht gänzlich runde Lenkrad. Ganz und gar klassisch geformt, versehen dagegen die Instrumente ihren im W12 so wichtigen Wachdienst: Zwei runde Hauptanzeigen informieren über Fahrgeschwindigkeit, Motordrehzahl, Motortemperatur und Tankvorrat (100 Liter). Hingegen werden über das Farbdisplay in der Armaturenmitte die Klimaanlage, das Navigationssystem, der Bordcomputer und das Autotelefon angesteuert. Ob das VW W12 Coupé gebaut wird, ist noch nicht beschlossen. Wenn, dann nur in geringer Stückzahl von jährlich 50 bis 100 Fahrzeugen. Im neuen gläsernen Werk in Dresden oder bei Italdesign in Turin, jedoch frühestens ab 2004. Wie nah der orange W12 der Serienreife jetzt schon steht, zeigte das zweite, schwarz lackierte, auf dem VW-Stand befindliche W12 Coupé.
Zehn Tage vor dem Messeauftritt im fernen Japan drehte es am 13. und 14. Oktober 2001 auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im süditalienischen Nardo seine Runden: 27 Stunden lang mit einem Schnitt von knapp 300 Stundenkilometern. Das machte am Ende 7.086 Kilometer. Der Lohn der Mühe: gleich neun Welt- und Geschwindigkeitsrekorde (siehe unten).
Weitere Informationen zum VW W12 Coupé:
Weitere Informationen:
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Technische Daten |
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Motorbauart/ Zylinderzahl |
W-12-Zylinder |
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Hubraum cm3 |
5998 |
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Leistung PS bei 1/min |
600 bei 7000 |
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Maximales Drehmoment Nm bei 1/min |
620 bei 5800 |
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Kraftübertragung |
Heckantrieb |
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Länge x Breite x Höhe mm |
4550 x 1920 x 1100 |
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Radstand mm |
2630 |
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Leergewicht Kg |
ab 1200 |
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Kraftstoffbehälter L |
100 |
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Leistungsgewicht Kg/PS |
2,0 |
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Beschleunigung 0 - 100 km/h (Werksangabe) s |
3,5 |
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Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe) km/h |
350 |
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Grundpreis Euro |
ca. 500.000 |
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Internetadresse Hersteller |
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