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Zweite Geburt Venturi Fetish
Venturi, ein französischer Kleinserienhersteller, ging nach kurzer Existenz vor einigen Jahren still und leise unter. Die produzierten Sportfahrzeuge sahen hübsch aus. Aber eben nur hübsch und nicht einzigartig. Das rechnete sich nicht – Konkurs, Ende, Aus.
Umso mehr verwunderte die erneute Präsenz von Venturi im März auf dem Genfer Autosalon und im Oktober 2002 auf der heimischen Leistungsschau in Paris. Der neue Venturi, mit dem aufreizenden Namen „Fetish“ ist nicht mehr irgendein Ding zwischen Sportwagenseinwollen und Sportwagensein, sondern ein Sportgerät à la Alpine A110 – und damit ein französischer Sportwagen reinsten Wassers: Zwei Sitzgelegenheiten, eine leichte, nur 3,85 Meter lange Karosserie und nicht viel Tamm-Tamm drum herum. Aggressiv wie ein Abarth, leicht wie ein Lotus, erotisch wie ein Porsche 904. Fulminante Wölbungen und Senken. Bug und Heck im spannenden Einklang: Vorne ein „V“ mit dem alles spektakulär beginnt, hinten ein „V“ mit dem alles wohlgefällig endet. Dazwischen die in zwei Farbtönen gehaltene Fahrgastzelle mit transparentem, targa-artig zugeschnittenem Dachteil. Klassisch verpackte Leistung im klassischen Format: 2,0-Liter-Reihenvierzylinder, Heckmotor, Heckantrieb. Die 180 PS Motorleistung verwaltet ein Fünfgang-Schaltgetriebe. Das Aluchassis ist auch ein Grund dafür, warum der Fetish nur 850 Kilogramm wiegt und läuft und beschleunigt wie Elise & Co: V-Max = 225 km/h, Null auf 100 km/h in sechs Sekunden, den Kilometer mit stehendem Start in 26,5.
Die Bremsanlage vom italienischen Spezialisten Brembo (Scheibenformat: 310 mm) sorgt dafür, dass der Pilot unbeschadet in die Kurven herein kommt, die wohl proportionierten Pneus (205/45 R17, 225/40 R18) dafür, dass er heil heraus kommt. Demonstriert der Fetish mit den grazilen Leichtmetallfelgen und den nach oben öffnenden Carbon-Türen noch puren Sex, so gleicht sein Interieur einer Mönchzelle. Werden für die Beschreibung des Innenraums die wohlwollensten Worte genutzt, kommt der Autor dieser Zeilen selbst in höchster Euphorie nicht über Adjektive wie „puristisch“ oder „spartanisch“ hinaus: Alurahmen en masse, drei Instrumente, rohe Verkleidungen, zwei Sitzschemel im Leder- oder Neoprentrimm. Gedanken an Geräusch-, Fahr- und Abrollkomfort sind augenscheinlich naiv - Komfort ist im Fetish bestenfalls eine glatt geteerte Straße; mehr nicht. Wer sich noch halbwegs dem Schein von Luxus hingeben will, dem steht dies mit Optionen wie Klimaanlage, Koffersatz (Kofferraumvolumen: 150 Liter) und Xenonlicht frei. Der Preis des herben Spaßes: etwa 35.000 Euro.
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Technische Daten |
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Motorbauart/ Zylinderzahl |
4, Heck |
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Hubraum cm3 |
2000 |
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Leistung PS bei 1/min |
180 bei 6500 |
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Kraftübertragung |
Heckantrieb |
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Länge x Breite x Höhe mm |
3852 x 1793 x 1140 |
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Radstand mm |
2544 |
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Leergewicht Kg |
850 |
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Kofferraumvolumen nach VDA L |
150 |
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Beschleunigung 0 - 100 km/h (Werksangabe) s |
6,0 |
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Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe) km/h |
225 |
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Durchschnittsverbrauch (ECE) L/100 km |
8,3 |
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Grundpreis Euro |
ca. 35.000 |
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Internetadresse Hersteller |
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