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Big Pod is watching you

Eine Koproduktion von Toyota und Sony: der Pod

Pod" steht im englischen Slang für das beste Stück des Mannes - den Bauch, im hochsprachlichen Englisch für eine blecherne "Schale". So schaut das kleine viersitzige Auto von Toyota dann auch schon eher aus: wie ein Teekessel ohne Griff und Ausguss.

    

 Der von einem 1,5 Liter-Benzinmotor angetriebene Frontantriebler ist 3,93 Meter lang, 1,86 breit und 1,80 hoch. Damit hat er die ungefähren Maße und aerodynamischen Qualitäten eines Industrie-Kühlschranks. Alles andere, als das mit der Aerodynamik, kann er besser. Beispielsweise Gefühle zeigen: Nähert sich der Fahrer seinem Pod, freut sich der (das Auto), indem er wie ein Hund mit dem Antennenschwanz wedelt und die LED-Leisten seiner Front orange färbt.

Sein Bug ist sein allzeit emotionsbereites Gesicht: Die Scheinwerfer die Augen, der Grill der Mund, die Seitenspiegel die Ohren, die LEDs über den Scheinwerfern die Augenbrauen. Ziehen letztere sich nach oben, wird der Pod an der Front prompt zornrot, weil der Fahrer zu hart gebremst oder zu abrupt eingelenkt hat. Färbt sich der Pod dagegen blau, trauert er, weil etwas an Reifen, Bremsen oder am Motor nicht stimmt, oder weil das Benzin alle ist. Zeigt die Bugillumination Rosa, schläft der Pod.

Erwacht er wieder aus seinem Parkschlaf, weil sein Fahrer wiederkommt, pumpt er die kurze Karosserie selbstständig mittels Druckluft nach oben, öffnet die 1,4 Meter breite, zweiflüglige Schiebetür, dreht die Einzelsitze zur Besatzung hin und sorgt für die passende Sitzeinstellung. Erst einmal in Fahrt federt und schaltet der Pod zum Wohle und nach dem Gusto des Fahrers. Per Hupe kommuniziert er, warnend oder dankend, mit Fußgängern und dem fließenden Verkehr.

Der Pod ist das automobile Substitut für alle Ehefrauen dieser Welt: Ein Partner, der die Gefühle und Launen seines Fahrers teilt und mit diesen wächst: Mit Hilfe eines schlüsselartigen und hosentaschentauglichen Terminals namens "mini pod" erkennt das Auto, weil es permanent und penetrant die Gespräche der Insassen belauscht, die Persönlichkeit, den Musikgeschmack (jeder Sitz hat einen eigenen Monitor und ein eigenes Lautsprecherpaar) und die Fahrgewohnheiten seines Lenkers - big pod is watching you. 

Anhand von zuvor eingespeisten Daten eines Profifahrers (Beschleunigung, Bremsen, Lenkung) bewertet der Pod den Fahrstil seines Steuermanns, der das Hightech-Mobil ungewöhnlicherweise nicht mit Steuerrad und Pedalerie, sondern mittels eines Drive-by-wire-Joysticks dirigiert.

Bemerkt der Pod dann an den Werten von Fahrzeugbeschleunigung, Distanz zum Vordermann, Fahrerpuls und -transpiration, dass sein Pilot Eile hat, warnt er ihn über das Zentraldisplay, bläst kühlende Luft ins Wageninnere und spielt beruhigende Musik. Für ein generell gutes Klima im Innenraum sorgt das rührige Automobil, indem es bei verbrauchter Luft selbstständig die Fenster öffnet. Jeglichem schlechten Klima arbeitet der Toyota Pod - weil er von Herzen Japaner ist - mit medialen, akustischen, sitz- oder belüftungstechnischen Mitteln entgegen. Im Idealfall, wenn sein Mensch zufrieden und wohlig in einer Konversation versunken ist, macht er per Onboard-Kamera auch noch ein Erinnerungsfoto. Damit ist der Toyota Pod der teuerste Fotoapparat der Welt, der nicht nur durch seine extreme Emotionalität auf alle Ewigkeit zum Unikat verdonnert ist.

 

 

Weitere Informationen:

Toyota FXS

Toyota RSC

 

oder unter www.toyota.de

 

 

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