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Vorstellung: Rinspeed eXasis

 

 

 

 

 

 

Die Schweiz. Kein Land von großer Transparenz. Fast überall ein Berg vor der Nase,  Deutsch mit der Tarnkappentarnung eines starken Dialekts, … Anders ein Concept Car aus dem Land der Eidgenossen: voll transparent, voll offen – Vorstellung: Rinspeed eXasis. 

 

Für die Transparenz sorgen die Kunststoff-Experten von Bayer Materialscience mit ihrem Polycarbonat-Werkstoff „Makrolon“, dem Kern des eXasis. Das Polymobil, das sich der Schweizer Frank M. Rinderknecht zum eigenen 30-jährigen Firmenjubiläum schenkte und auf dem Genfer Autosalon 2007 ausstellt, wurde vom eidgenössischen Engineering-Spezialisten Esoro auf die Räder gestellt. Übrigens: Genau 40 Jahre nachdem Bayer 1967 das erste „Ganz-Kunststoff-Auto“ der Welt, den „K67“, vorstellte.  

Der mit 750 Kilogramm zeitgemäß leichte und genauso trendy mit Bioethanol befeuerbare eXasis ist eine komplette Neuentwicklung, basiert also nicht auf einem Großserienfahrzeug. Dank Kunststoff-Leichtbauweise muss jedes PS nur fünf Kilogramm bewegen. Für den gehörigen Antritt sorgt ein sehr leichtgewichtiger deutscher Motor von Weber. Durch die Platzierung des Getriebes unter dem Zweizylinder wird eine extrem kurze Antriebseinheit realisiert, die gemeinsam mit der niedrigen Einbaulage des Turbomotors für eine ausgewogene Gewichtsverteilung des Fahrzeugs sorgt. Mittels Aufladung, Doppeldrosselklappen und Ladeluftkühlung werden 150 PS bei 7.000/min erreicht –  was einer spezifischen Leistung von 200 PS/Liter entspricht.


Beide Insassen nehmen Platz auf sondergefertigten Recaro-Sitzen. Jeder dieser besteht aus zwölf transparenten Rippen aus „Makrolon“ sowie einer Kopfstütze und Armlehne aus durchsichtigem „Technogel“. Den Kontakt zur Straße halten Pirellis High-Performance P Zero Reifen 22’’, die auf geschmiedeten und aus dem Vollen gefrästen 5-Speichen-Räder des deutschen Felgenherstellers AEZ aufgezogen sind. Das Gewindefahrwerk von KW stammt ebenfalls aus Deutschland.


Den eXasis wird man niemals auf der Straße sehen, auch wenn man wirklich sehr viel sieht. Mehr als in manchem modernen Karosserieblinden (siehe Test: Chrysler Crossfire, Seat Leon, …).

 

Vielleicht aber auch viel zuviel für schwache Nerven: Man stelle sich nur den Thrill vor, für den ein kurzer Blick nach unten durchs durchsichtige „Bodenblech“ bei 180 km/h sorgt – der Ritt auf der Kanonenkugel auf Schweizerisch?  

Text: mb / Fotos: Rinspeed

 

Weitere Informationen unter:

www.rinspeed.com

 

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