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Hoggar dir einen Der zweimotorige Peugeot Hoggar
Ein Buggy war auch ein Hauch ´68. Luftig, frei, high. Ein Auto für Ausflüge in andere Welten. Friedliche Welten, musikalische Welten, anarchische Welten, abgedrehte Welten, … - und was macht der Buggy 2003? Unentdeckte Welten. Die Macht ist mit ihm. Dann kommt ein Schauer: Die Augen am Himmel, die Brühe im Auto, das Fieber zwei Tage später. Ob sich ein verdeckloser Zweisitzer wie der Peugeot Hoggar hierzulande im Markt bewährt, hängt hochgradig davon ab, ob es regnet oder schneit, oder nicht. Was belegt: Es gibt ihn nicht. Nicht den Hoggar, nicht den Markt, nicht in Zukunft. Wenn das Concept Car Hoggar eine Zukunft hätte, dann eine wüste. Denn der Peugeot-Buggy braucht, auch weil er mit zwei Metern reichlich breit für Wald und Flur geraten ist, die sandige Düne. Das offenbaren der ungewöhnliche Allradantrieb, der enorme Federweg (500 mm), die grobe 21 Zoll-Besohlung und der karge Innenraum. Jedes Element mit dem die Insassen direkt in unfreiwilligen Kontakt treten können, ist mit Schaumstoff aufgepolstert. Die sportiven Ledersitzschalen unterseitig auch. Das Interieur ist nüchtern, zweckdienlich und sandresistent. Metall, Leder, Hosenträgergurte, die den Beifahrer dort halten, wo er hingehört: mal knapp über, mal tief im Sitz. Der Hoggar ist kein Automobil der praktizierten Nächstenliebe. Der Fahrer hat seinen Spaß, der Rest fährt mit – Mitesser gehören auch nicht gefüttert.
Das ideale Terrain ist extrem. Deswegen geben die extrem luftigen Türen, die als nach oben öffnende Schutzbügel ausgeführt sind, den Blick ganz pragmatisch frei auf jeden noch so widerspenstigen Belag. Deswegen hat der Hoggar vorne einen starken Dieselmotor und hinten gleich noch einen (2x181 PS). Deswegen verzichtete man bei der 3,96 Meter langen Karosserie auf nennenswerte Überhänge (69 cm vorne und 52 hinten). Das nur 1,3 Tonnen schwere Fahrzeug besteht im Wesentlichen aus einer selbsttragenden Karbonkarosserie in Wabenstruktur und zwei hochgezogenen, bogenförmigen Edelstahl-Längsverstärkungen, die auch der Motorluftzufuhr dienlich sind (linkes Rohr: vorderer, rechtes: hinterer Motor). Eine gemeinsame Steuerelektronik verschickt die Anordnungen vom Gaspedal und den zwei Getrieben (Typ ML6C) an die beiden Aggregate. Die bewältigen den unkonventionellen Allradantrieb mit Kraft und Vehemenz aus dem Drehzahlkeller. Aus den 4,3 Litern Hubraum (zwei HDI-Diesel à 2168 cm3) werden je nach Betriebszustand 360 PS oder 800 Newtonmeter. Die Abgasanlage umfasst jeweils einen Katalysator, einen Russpartikelfilter (FAP) und einen Schalldämpfer. Der linke Abgasstrang ist dem vorderen, der rechte dem hinteren Aggregat zugeordnet. Selbst wenn eine der beiden Maschinen nicht mehr will, sichert auch nur ein Aggregat allein die Mobilität. Der sequenzielle Gangwechsel erfolgt über Schaltwippen (Paddles) am Lenkrad, über den Schalthebel auf der Mittelkonsole oder vollautomatisch. Die zwei Hutzen auf der kohlefaserhaltigen Motorhaube enden als Rundinstrumente, die jeweils getrennt voneinander Drehzahl und Tankvorrat des ihnen zugeordneten Motors anzeigen.
Im oberen Bereich der Mittelkonsole befindet sich ein senkrecht stehender Touch-Screen-Monitor mit aufgespielten Informationen über Himmelsrichtung, Neigungswinkel und Motorleben. Eine Vorfeldkamera und Abstandssensoren informieren den Piloten über jeden kommenden Stein im Weg. Die Abblend- und Fernlichteinheit unterstützt den Fahrer beim Geländegang mit Leuchtdioden, die in Abhängigkeit von Lenkradeinschlag und Neigung aufleuchten. Was dem Hoggar-Piloten aber am meisten hilft, ist die enorme Ausdauer seines Fahrzeugs, denn der Hoggar ist auch was seinen Saftvorrat betrifft ganz klar bi: Zwei 80 Liter-Tanks entführen ihn in Welten, die manch anderem Automobil auch aus Mangel an Reichweite immer verschlossen bleiben werden.
Weitere Informationen:
oder unter www.peugeot.de
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