|
TEST&FAHRBERICHT AUTOWELT CONCEPT CARS AUTOMESSE REPORT&REISE OLDTIMER KONTAKT HOME |
|
Back to the roots, back to the future Nissan Fairlady Z und GT-R
Der Nissan Fairlady Z, der im Oktober 2001 auf der Tokyo Motorshow stand und schon kurz darauf im Nissan-Showroom auf der Ginza, der berühmtesten Einkaufszone von Tokyo, glänzte, war zwar noch ein Konzeptfahrzeug, jedoch schon ein sehr seriennahes. So, allerdings mit noch leichten Modifikationen, wird der Fairlady Z zuerst auf dem US-amerikanischen Markt eingeführt. Back to the future, back to the roots: Die lange Nase und das geduckte Dach hatte schon der erste Fairlady Z - der Datsun "S30", der speziell für den amerikanischen Markt entworfen von 1969 bis 1977 gebaut wurde. Seine Motorisierung übernahm ein 126 PS starker 2,6-Liter- Reihensechszylinder. Das 2,8-Liter-Triebwerk des etwas barockeren 280ZX ("S130"), der ab 1978 gebaut wurde, brachte es in Europa schon auf 148 PS. Im ab 1983 gebauten 300 ZX ("Z31") wurde dann sogar ein 203 PS leistendes V6-Aggregat mit drei Litern Hubraum anstatt des bisher üblichen Reihensechszylinders installiert.
Mit der nächsten Z-Generation ("Z32") wagte Nissan dann endgültig den Schritt vom erschwinglichen Sportflitzer zum teuren Sportwagen: Den 300ZX TT (wir testeten ihn in Japan) befeuerte ein V6-Twin-Turbo mit lebendigen 283 Pferden. Der ermöglichte dem zuletzt in Japan 41.000 Euro teuren TT den Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,9 Sekunden und machte den sehr breiten und flachen Boliden 250 km/h schnell. Der Kassenerfolg blieb jedoch aus; zumindest in Deutschland, wo der TT schon nach kurzer Zeit wieder vom Markt verschwand: Der Sportwagen war zu stark und zu teuer für ordentliche Verkaufszahlen, zudem dem ehemaligen Konzept eines preiswerten Sportcoupés zu deutlich entwachsen. Der kommende Fairlady Z geht diesen Weg des permanenten Wachstums wieder zurück. Mit 4,31 Meter um ganze 21 Zentimeter kürzer als der Vorgänger und ausgestattet mit einem kräftigen Motor, greift er die Sportlichkeit des 300ZX TT auf und bringt sie von der Dimension und vom Design her mit der ersten Fairlady-Generation von 1969 in Einklang. Die 1,82 Meter breite Karosserie, die kurzen Überhänge und der lange Radstand von 2,65 Meter riechen förmlich nach guter Straßenlage. Die breiten 18 Zoll-Räder versprechen schon im Stand viel Haftung, Nissan für den neuen "Z 350" ein sportliches Fahrwerk, eine direkt ausgelegte Lenkung, ein taffe Bremsanlage (von Brembo), ein eng gestuftes 6-Gang-Getriebe mit kurzen Schaltwegen und einen kraftvollen und sonoren Motorenklang aus zwei 100 Millimeter dicken Auspuffenden. Der neue 3,5-Liter-V6 wird auf 280 PS taxiert, der Kofferraum des kommenden Z immerhin auf zwei Golftaschen. Wer das Interieur sehen durfte, ist angetan: Luxus in aller Schlichtheit. Sportlichkeit ohne Firlefanz. Eine Philosophie, die im noch stärkeren Maße dem ebenso in Tokyo präsentierten und auch in Genf als Linkslenker gezeigten Nissan Skyline GT-R anhaftet. Das sportliche Interieur der fulminanten Studie mit seiner kargen Armaturenlandschaft, den dünn aufgepolsterten Sportsitzschalen und der wild geschwungenen, als Überrollbügel fungierenden Mittelkonsole durchweht der Hauch der wilden Sechziger.
Noch mehr trifft dies auf die aggressiv gezeichnete Karosserie zu: Der GT-R schreit schon im Stand nach dem Ampelduell. Die Front des japanischen Muscle Cars ist mit einem riesigen Lufteinlass und aggressiven Leuchteinheiten monumental, das Heck mit den für den Skyline seit jeher typischen runden Rückleuchten macht an wie einst die heißen Rückansichten von Corvette und Mustang, die harmonische Seitenlinie hält alles optisch zusammen. Unter der Motorhaube fände ein 4,5-Liter-V8-Motor mit zwei Turboladern und etwa 400 PS Platz. Die Kraftübertragung könnte ein permanenter Allradantrieb übernehmen. Wird der Nissan GT-R so gebaut, beschert die Zukunft eines der schönsten Sportcoupés aus japanischer Produktion. Vorrausichtlich kommt der GT-R im Jahr 2004, zuerst in Japan, auf den Markt. Später dann auch vielleicht auf den deutschen, denn Nissan will das Sportcoupé im Gegensatz zu seinen Vorgängern erstmals weltweit verkaufen. Damit, mit dem GT-R und dem neuen Fairlady Z, geht Nissan - nach einigen Irrwegen - den Pfad wieder in die richtige Richtung: Sportlichkeit durch Weglassen, back to the future, back to the roots. Weitere Informationen:
|
|
|
Technische Daten |
Nissan Fairlady Z |
Nissan GT-R |
|
Motorbauart/ Zylinderzahl |
V-6 |
V-8, Biturbo |
|
Hubraum cm3 |
3498 |
4500 |
|
Leistung PS bei 1/min |
280 bei 6000 |
ca. 400 |
|
Maximales Drehm. Nm bei 1/min |
352 |
k.A. |
|
Kraftübertragung |
Heckantrieb |
Allradantrieb |
|
Länge x Breite x Höhe mm |
4310 x 1815 x 1310 |
k.A. |
|
Radstand mm |
2650 |
k.A. |
|
Leergewicht Kg |
ca. 1400 |
zwischen 1400 - 1800 |
|
Anzahl der Sitzplätze |
2 |
4 |
|
Beschleunigung 0-100 km/h (Red.) s |
unter 6,0 |
unter 5,0 |
|
Höchstgeschwindigkeit (Red.) km/h |
über 240 |
über 260 |
|
Grundpreis Euro |
ca. 35.000 - 40.000 |
über 65.000 |
|
Internetadresse Hersteller |
|
© 2003 AUTOMOBIL-MAGAZIN.DE |