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Scheich würde Nissan fahren Nissan Crossbow
Der Nissan Crossbow ist das japanische Pendant zum Hummer - dem ausladenden Jeep der US-Armee: Groß die Räder, hoch der Aufbau, flach das Dach, etwas martialisch der Auftritt - sieht sie so aus, die nächste Generation japanischer Geländefahrzeuge? Zeiten ändern sich. Autos auch - Der extrem breitbeinig daher kommende Nissan Crossbow ("Armbrust") spricht eine ganz andere Designsprache als der erste Patrol von 1951. Das fällt sofort ins Auge: Die für absolute Geländetauglichkeit unabdingbare Schmalheit, etwa in schmalen Waldpassagen, wurde bei der jüngsten Geländewagenstudie von Nissan ganz und gar aufgegeben: Der Neue, kreiert von Christopher Reitz, dem Chef des Nissan-Designcenters Geretsried bei München, ist mit 1,97 Meter Schulterbreite breiter als so manche japanische Landstraße, hat einen kräftigen 4,5-Liter-V8 mit mindestens 280 PS und schwelgt im Innenraum in Chrom und Naturbelassenem Olivenholz. So gebaut ist der Nissan alles andere als ein Bekenntnis zum Understatement und damit das ziemliche Gegenteil des urwüchsig-rustikalen Patrol. Zweckmäßigkeit heißt hier nicht Verzicht. Der Crossbow ist ein Auto für den Scheich: Üppig außen, verschwenderisch drinnen. Nur das Kamel bleibt draußen. Die Bediensteten finden auf zwei ausklappbaren Zusatzsitzen im Gepäckraum Platz - so gehört sich das. Wie selbstverständlich thronen Vater, Mutter und Kind Scheich auf vier mehrfach elektrisch verstellbaren Einzelsitzen. Der Radstand ist ähnlich fürstlich (3,0 m), das Interieur mit Navigationssystem, TV, Telefon, ... ebenso. Die vier Seitenportale, vorne und hinten angeschlagen, lassen sich auf Knopfdruck elektrisch öffnen. Die Schweller fahren im gleichen Moment seitlich aus - ein Komfortfunktion, die sich zur Vermeidung von Schäden ausschalten lässt. Doch so richtig ist fast kein Weg ein Un-Weg. Die Bodenfreiheit ist hoch, die Überhänge sind kurz, das Getriebe untersetzt. Mit eckigen, breiten Radausschnitten überrollt der Nissan auch dickste Steinsbrocken ohne sich im Geröll zu verhaken. Macht der Stein einem Reifen doch den Garaus, trägt der "Run flat"-Pneu von Michelin die ganze Fuhre trotzdem noch mit Tempo 100 ganze 600 Kilometer weit. Etwaigem Versinken lässt sich mit der im Stoßfänger versteckten Seilwinde entgegenwirken. Über den Aggregatzustand des Untergrunds informiert ein ganzes Harem an Anzeigern - fast alles lässt sich messen: Traktionsverhältnisse, Steigung, Gefälle oder Höhe. Ein Kompass, installiert in der Dachkonsole, ist auch mit dabei. Dem Nordgepolten Wegweiser ganz nah installierte man zu beiden Seiten in der Kabinendecke "Overhead locker" - ein Detail aus dem Flugzeugbau.
Noch weiter oben, auf dem gummierten Dach, jagt der Scheich mit dem Falk das spärliche Wüstengetier, oder er setzt sich gleich ohne Anlegen und Abschuss zum Picknick. Die Stühle dafür sind, verstaut in der Innenverkleidung der Heckklappe, schon mit an Bord. Bordpässe werden zurzeit jedoch noch nicht verteilt. Der Nissan Crossbow eignet sich zwar ideal für endlos breite Wüstenpisten, ist aber ein reines Konzeptfahrzeug und damit unverkäuflich. Auch wenn sie in den Wüsten dieser Welt schon Schlange stehen.
Weitere Informationen: Nissan Skyline Coupé 25GT Turbo
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Technische Daten |
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Motorbauart/ Zylinderzahl |
V-8 |
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Hubraum cm3 |
4494 |
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Leistung PS bei 1/min |
ca. 340 |
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Kraftübertragung |
Allradantrieb |
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Länge x Breite x Höhe mm |
4860 x 1965 x 1850 |
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Radstand mm |
3000 |
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Anzahl der Sitze |
4 + 2 |
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Leergewicht Kg |
über 2000 |
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Beschleunigung 0 - 100 km/h (Red.) s |
unter 8 |
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Höchstgeschwindigkeit (Red.) km/h |
ca. 200 |
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Internetadresse Hersteller |
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