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Sportwagen für die Wüste Mitsubishi Pajero Evolution 2+2
Sehr oft macht es Freude: Sobald ein japanischer Hersteller eine Marktlücke erkennt, produziert er fröhlich hinein in die Nische. Das Ergebnis des entwicklerischen Wagemuts sind oft sehr originelle Autos, die aber dann unglücklicher Weise noch öfter allein auf dem japanischen Markt angeboten werden. Im Fall der Fahrzeugstudie Mitsubishi Pajero Evolution, vorgestellt im vorigen Jahr auf der weltgrößten Leistungsschau der Branche in Frankfurt, scheint die Peilung jedoch globaler – was noch lange nicht heißt, dass der Pajero Evo so je gebaut wird.
Die Zuordnung zu traditionellen Fahrzeugkategorien kann getrost in der Doppelung erfolgen. Der Mitsubishi wiegt mit etwa zwei Tonnen zwar soviel wie ein schwerer Geländewagen, beschleunigt jedoch annährend so flott wie ein M3 Coupé von BMW (0 – 100 km/h: 5,2 s). Die mögliche Spitzengeschwindigkeit von über 240 km/h erscheint im dichten Forst als noch nicht vollstrecktes Todesurteil. Der martialische Heckspoiler im Outfit von Großmutter Ernas Bügelbrett, die barocke Anmutung der pausbackigen Kotflügel, die mächtigen Schaufelräder im Format 285/45R22 und das sequentielle Sechsgang-Getriebe – all das zeigt: Ein Geländewagen im klassischen Sinne ist dieser Pajero nicht. Ein Sportwagen, der alten Traditionen nachfolgt ebenso wenig: Sandboards, ein Wassertank, eine Überlebensbox mit Trockennahrung und ein Satellitennavigationssystem riechen eher nach einem Grenzbereich, den das Mitsubishi-Rally-Team alljährlich in den Wüsten Afrikas aufsucht denn nach Serienproduktion. Mit der aufwendigen Fahrwerkstechnik des Pajero Evolution („Super Select“-Allradantrieb, elektrohydraulisches Hinterachs- und Mittendifferenzial), dem Insassenschützendem Überrollkäfig und einer Bereifung, die selbst bei absoluter Plattheit noch 500 Kilometer halten soll, wäre der Pajero Evo auch für eine fast 10.000 Kilometer dauernde Paris-Dakar gut gerüstet, die Mitsubishi mit einem äußerlich zivileren Pajero in den letzten zwei Jahren gewann. Trotzdem wird aus der Pajero-Studie nie ein Serienfahrzeug. Der Grund: Für einen zweisitzigen, voraussichtlich mindestens 80.000 Euro teuren Offroad-Sportwagen mit 450 PS starkem 3,5 Liter-V6-Biturbomotor (Evolution I) oder einem ähnlich potenten 4,7 Liter-V8 (Evolution 2+2) gibt es, außer in den sandigen und öligen Emiraten dieser Welt vielleicht, keinen Markt.
Selbst an die Auslieferung in Japan wird diesmal nicht gedacht. Als Ausblick auf künftige Offroader der Marke kann der Pajero Evolution , der vom französischen Mitsubishi-Designchef Olivier Boulay gezeichnet wurde, aber allemal gesehen werden.
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Technische Daten |
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Motorbauart/ Zylinderzahl |
V-8 |
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Hubraum cm3 |
4700 |
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Leistung PS bei 1/min |
k.A. |
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Maximales Drehmoment Nm bei 1/min |
k.A. |
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Kraftübertragung |
Allradantrieb |
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Länge x Breite x Höhe mm |
4420 x 1980 x 1725 |
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Radstand mm |
2780 |
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Anzahl der Sitzplätze |
4 |
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Kofferraumvolumen nach VDA L |
350 |
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Beschleunigung 0 - 100 km/h (Red.) s |
um 5 |
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Höchstgeschwindigkeit (Red.) km/h |
über 240 |
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Internetadresse Hersteller |
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