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Test:  Mercedes SL 350

Generationsvertrag

 

 

 

 

 

TEIL 2

Am Alten und Bewährten festzuhalten, macht manchmal Sinn – Im aktuellen SL geht das so: Wo man sucht, findet man. Und nicht, wo man findet, sucht man nach dem Sinn – sozusagen „iDrive“ in der Umkehrung. Die Reset-Taste des Tageskilometerzählers sitzt beispielsweise unmissverständlich zwischen Tachometer und Drehzahlmesser. Der Tempomat im Lenkstockhebel und der Parkbremshebel am Boden sind Stuttgarter Grundphilosophie. Die Sitzbelüftung leuchtet blau, die Sitzheizung rot, noch Fragen?  

Nicht nur angedacht, sondern durchdacht. Es ist wie im Leben: Nicht allein das große Ganze, sondern die kleinen Details bestimmen das Alltagsglück: Das Lederlenkrad mit der idealen Fingermulde (auf der Steuerradrückseite), der versenkte und im Notfall automatisch ausfahrende Überrollbügel, die zugfrei arbeitende Klimaautomatik, das perfekt blendfreie Leselicht (unter dem Innenspiegel), die Gepäckgurte hinter den Sitzen und ganz speziell die klug arrangierten Ablagen (Türfächer, Erste-Hilfe-Tasche im Fach unter dem Beifahrersitz, weiteres Fach unter dem Fahrersitz, doppelvolumiges Fach auf der Mittelkonsole) – in vielen Viertürern legt man kaum besser ab.

So geht der solide und fein gemachte SL glatt als einer durch, den sich jede Mutter als Automobil für die Tochter wünscht. Fehler hat so einer natürlich auch, aber keine wirklich störenden: Das rechte Knie eines notorisch Langbeinigen stößt manchmal auf die breite Mittelkonsole (weiches Leder).

Die große Sonnenblende (auch auf der Fahrerseite mit Licht und Spiegel) halbiert die Windschutzscheibe (abhängig von der Fahrergröße). Der Sechszylinder, der 1,8 Tonnen zu bewegen hat, lässt das auch an der Tankstelle spüren (Testverbrauch: 12,4 l Super). Das so praktische „Keyless-Go“ wünscht man sich – wie manches andere der vielen Extras – als Serienausstattung, anstatt draufzuzahlen.

Man spürt es: Mythos ist alles, aber eben kein Sofortprogramm. Dieser SL, als SL 350 mit dem 3,5 Liter-V6 sehr harmonisch motorisiert, ist über Generationen gereift.

 

Deshalb ist es ein durchaus gutes Gefühl, in der sechsten Generation des Klassikers zu fahren, aber trotzdem von einem Mercedes SL der ersten, zweiten oder dritten überholt zu werden. denn es fühlt sich so an, als wäre dies in den kommenden fünf Jahrzehnten auch mit diesem SL möglich.  >>>Zurück>>>

Text: le / Fotos: am

Weitere Informationen unter:

www.mercedes.de

 

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Motorbauart / Zylinderzahl

V6, Frontmotor längs

Hubraum (cm3)

3.498

Leistung (PS bei 1/min)

272 bei 6.000

Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min)

350 bei 2.400

Kraftübertragung

Heckantrieb

Länge x Breite x Höhe (mm)

4.532 x 1.827 x 1.317

Radstand (mm)

2.560

Leergewicht / Zulässiges Gesamtgewicht (kg)

1.825 / 2.120

Kofferraumvolumen nach VDA (l)

339

Tankinhalt (l)

80

Kraftstoffart

Super

Testverbrauch (l)

12,4

Beschleunigung  0 - 100 km/h (Werksangabe; s)

6,6

Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe; km/h)

250

Mängel am Testfahrzeug

Keine

Grundpreis (Euro)

85.000

Internetadresse Hersteller

www.mercedes.de

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