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Vorstellung: Mazda 6 MPS

 

Brav tun, dezent wirken – aber dann: ein neu entwickelter Motor, ein variabler Allradantrieb, ein modifiziertes Fahrwerk Sportsgeist mit Familiensinn und 260 PS. Vorstellung: Mazda 6 MPS

Der Mazda 6 MPS ist so einer, bei dem man, wenn man über ihn schreiben soll, gleich am Anfang schwer an der alten Fabelfigur des Wolfs im Schafspelz vorbei schreibt. Eben weil der Antrieb so unvernünftig potent ist, und das Auto so vernünftig brav tut. Wenigstens bis zu dem Moment, in dem der Motor das erste Mal freudig erregt und erwartungsvoll angelassen wird.

Den Ausgangspunkt aller Freuden bildet im Bug von Mazdas Sportlimousine ein völlig neu konstruierter Turbomotor mit 2,3 Liter Hubraum und Benzin-Direkteinspritzung. Das aus der MZR-Motorenfamilie stammende Triebwerk leistet 260 PS bei 5.500 U/min und stellt das für einen Benziner mit mittlerem Hubraum hohe maximale Drehmoment von 380 Nm schon bei 3.000 U/min zur Verfügung. Für den Sprint von Null auf 100 km/h benötigt der MPS lediglich 6,6 Sekunden. Den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h erledigt der gründlich erstarkte Vierzylinder, der mit einem neuen 6-Gang-Schaltgetriebe und variablem Allradantrieb eine verheißungsvolle Schubverwaltung bildet, in nur 5,3 Sekunden.

Der Traktion fördernde Allradantrieb verfügt über eine aktive Drehmomentverteilung (Active Torque Split) und kann bis zu 50 Prozent der Motorkraft an die Hinterachse leiten. Gesteuert wird die Kraftverteilung von einer elektronischen Kontrolleinheit am Hinterachsdifferenzial. Abhängig von Gaspedalstellung und Straßenbeschaffenheit variieren die Kräfte zwischen 100 Prozent vorne und 50:50. Bei sportlicher Fahrweise und beherzt nieder gedrücktem Gaspedal wandert die Motorleistung geschwind nach hinten. Dadurch wird im Grenzbereich auf trockener Fahrbahn ein leicht übersteuerndes Fahrverhalten erreicht. Bei Nässe oder rutschigem Grund verhindert ein Sperrdifferenzial das einseitige Durchdrehen der Hinterräder.

Diese motorische Dynamik akzentuiert der 6 MPS äußerlich sehr dezent. Die Frontansicht wird durch zwei Sicken auf der Motorhaube und den aerodynamisch optimierten Stoßfänger mit großem unteren Lufteinlass geprägt. Die Seitenschweller, die 18-Zoll-Leichtmetallräder mit Breitreifen im Format 215/45 R 18 und die sachte ausgestellten Kotflügel sorgen für einen kraftvollen Auftritt. Am Heck besorgen die durch die Heckschürze geführten Auspuffendrohre als Diffusor und eine kleine Spoilerlippe den bei hohem Tempo für die Fahrsicherheit so bedeutenden Abtrieb an der Hinterachse.

Um bei höherer Belastung durch Antriebs- und Fahrwerkskräfte ein optimales Fahrverhalten zu erzielen, wurde die Torsionssteifigkeit der Karosserie gesteigert. Zusätzlich zum verwindungssteiferen Aufbau passte man das Fahrwerk und die Bremsanlage der gestiegenen Leistung an. Bremsassistent und Dynamische Stabilitätskontrolle (DSC) mit Traktionskontrollsystem (TCS) sind Serie. Vorder- und Hinterachse wurden gegenüber dem bisherigen Topmodell 6 2.3 (166 PS, Test) insgesamt stärker dimensioniert, die Dämpfer straffer abgestimmt.

 

Ähnlich sportiv wie das Fahrwerk präsentiert sich der Innenraum des MPS: Die Ledersitze sind kräftiger konturiert, die Pedalerie und der Schaltknauf mit Aluminium besetzt. Die Tachometerskala endet bei verlockenden 280 km/h. Real sind es, wenn der Verkehr es denn zulässt, 240 km/h. Der Mazda 6 MPS feiert auf der Motor Show in Essen seine Deutschlandpremiere. Die Markteinführung erfolgt dann im Sommer 2005.

 

Weitere Informationen:

Mazda 6 2.3

Mazda RX-8

Mazda MX-5

Mazda 3

 

oder unter www.mazda.de

 

 

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