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Korea erwacht

Hyundai HCD-7

 

Korea erwacht – Daewoo meldet sich langsam zurück aus der Insolvenz. Hyundai hat seine Hausaufgaben beim schwäbisch-vorbildlichen Lehrer Daimler proper gemacht. Darauf lassen die letzten Fahrzeugpräsentationen von Hyundai genauso schließen wie das aktuellste Concept Car der Marke – der jüngst auf dem Pariser Autosalon gezeigte HCD-7.

 

Langsam kommt man auch in Korea darauf, dass sich auch attraktive Automobile verkaufen lassen – und nicht nur preiswerte. Dabei könnte man mit dem Hyundai Centennial, einer schweren Repräsentations-Limousine mit üppiger Ausstattung und kräftigem Antrieb (4,5 Liter-V8 mit 270 PS), doch auch ganz anders. Der steht aber in Europa nicht im Verkaufsprogramm. Die Tatsache, dass man den ähnlich großformatigen HCD-7 aber in Europa präsentiert, gibt Grund zu der Spekulation, dass ein der Studie ähnlicher Nachfolger des Centennial auch hierzulande verkauft werden könnte.

Der 4,96 Meter lange Viertürer entstand im kalifornischen Hyundai-Designzentrum in Fountain Valley. Seine coupéartigen Proportionen mit langer Motorhaube, hoher Gürtellinie, niedriger und sanft nach hinten abfallender Dachlinie sowie relativ kurzer Heckpartie unterscheiden das Outfit des HCD-7 vom klassischen Limousinendesign. Die chromhaltige Front trägt unzweideutig US-amerikanische Züge. Das Heck ist in seiner kühlen Aufgeräumtheit bester norditalienischer Stil. Auch wegen der ausladenden und pausbackigen Kotflügel, in denen imposante 21-Zoll-Räder rollen, ist der große Hyundai ein Automobil von imposantem Auftritt. 

Das kraftvolle Erscheinungsbild der Studie findet unter dem Blech seine Fortsetzung. Den Antrieb der Luxuslimousine übernimmt ein 4,5 Liter großer und 270 PS starker V8-Motor von Mitsubishi, der sein sattes Drehmoment über einen Fünfgang-Automaten an die Vorderachse sendet. Das Interieur ist opulent mit feinem Leder ausgeschlagen, die B-Säulen ziert edel schimmerndes gebürstetes Aluminium. Auf eine Mittelkonsole wurde – ganz im Trend der Automobilmode - zugunsten eines großzügigen Raumempfindens verzichtet. Alle notwendigen Informationen, beispielsweise über Klimaanlage, Navigations- und Soundsystem, liefert ein sieben Zoll großer und ausfahrbarer Flachbildschirm, der auf der Oberseite des Armaturenbretts untergebracht ist. Die breit ausgeformten Sitze erinnern ebenso an ein Jetinterieur wie die flugkabinenhaft konkav nach außen geformten Türinnenverkleidungen.

 

Genauso „jetlike“ ist ein weiteres Detail: Um das Komfortniveau an Bord des HCD-7 nicht durch Windgeräusche zu beeinträchtigen, erhielt die Limousine neben der aerodynamischen Karosserie eine um die A-Säulen herum gezogene Windschutzscheibe, die bündig an die Seitenverglasung anschließt. Was dem Konzeptfahrzeug, da sich seine Dachsäulen fast in Luft aufzulösen scheinen, sichtlich gut steht. Wann ein Fahrzeug, welches dem HCD-7 vermutlich ähneln wird, auf den Markt kommen wird, ist bis zum heutigen Tag ein Geheimnis der asiatisch-amerikanisch-schwäbischen Allianz. (er)

Weitere Informationen:

Hyundai Coupé

Hyundai XG30

Hyundai TB/Getz

 

oder unter www.hyundai.de

 

 

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