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sparen für zwei
Test Honda Insight |
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Deutsche Innovation? Der Honda Insight, ein Hybridfahrzeug mit kombiniertem Benzin-Elektroantrieb ging schon 1999 in Serie. Deutsche Hersteller bieten noch heute nichts Vergleichbares. Ein verschlafener Trend? Wir gingen der Frage nach – mit dem Japan-Test des Honda Insight.
Um an den endlichen Ressourcen zu sparen, setzt das alte Europa, neben Gasverkehr, aktuell voll auf den Selbstzünder. Dass dies nicht der Königsweg und der 3 Liter-Lupo nicht der Sparsamkeit letzter Schluss sein muss, offenbart sich 9.000 Kilometer weiter im Osten von Wolfsburg: In Japan sind Dieselmotoren schlichtweg - und nicht zu Unrecht - als unsauber verschrien. Das trendige Zauberwort heißt dort „Ecocar“: Fahrzeuge mit Brennstoffzelle als Zukunftsprojekte oder mit Benzin- und Elektroantrieb schon in Serie: Zu Zeit die Limousinen Honda Civic, Toyota Prius, Toyota Crown und die Vans Estima und Alphard Hybrid ebenso von Toyota. Der Prius, der seit 1997 in Japan angeboten wird und jetzt auch in Deutschland zum Modellprogramm gehört, ist der eigentliche Pionier des Hybrid-Segments. Das attraktivste Ecomobil ohne einen Hauch von Selbstkasteiung kommt jedoch immer noch von Honda – und das schon seit 1999.
Der aerodynamisch gezeichnete Zweisitzer (Cw-Wert 0,25) betört mit seinem kecken Karosseriekleid, der sportiven Front, der geduckten Karosserielinie und dem futuristischen Heck nicht allein Hinterherblickende. Der Hinausschauende kommt ebenso wenig zu kurz. Die beim Zurückstoßen geöffnete Fahrertür samt des lächerlichen Anpeilens über die Bordsteinkante, das die Bauform gemeinhin erwarten lässt, fällt weg: Die Übersicht ist bis auf den gründlich gestorbenen toten Winkel gut – speziell nach hinten, da die Kofferraumhaube - sehr intelligent – bis weit nach unten verglast wurde. |
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Die Leidenschaft an der unvernünftig schnellen Kurve wird im Insight ebenso gefördert. Bremse, Steuerung und Fahrwerk pflegen den Sporthabitus. Härter, direkter, präziser als im schnöden Konfektions-Mobil. Der im Doppel gereichte Antrieb tut das seine: Ein leichtgewichtiger 1,0 Liter-Benziner und ein kompakter 144 Volt-Elektromotor teilen sich einträchtig die Vorderräder. Der Dreizylinder sitzt vor, der E-Motor samt PCU (Power Control Unit) und Nickel-Metall-Hybrid-Batteriepack hinter den Sitzen. Die schikanierende Steckdose spart man sich, da sich die Batterie autark und praxisgerecht beim Bremsen, Ausrollen oder auf Gefällstrecken um die eigene Fitness kümmert. Auch mit dem Klischee vom verkehrsgefährdenden und lahmen E-Motor macht der Honda bei der Gasannahme kurzen Prozess. Schon bei 1.000/min zieht die 13,6 PS starke E-Zwille den Insight, noch fast im Solo, unerwartet kraftvoll nach vorne. Mit Selbstzünder-Vehemenz, aber ohne jegliche Vibration und Nagelei.
Dem E-Quicky folgen im mittleren und oberen Drehzahlbereich 70 PS nach konventioneller Machart. Ungehobelt beim Kaltstart und etwas rauer als Dreizylinder vom neusten Stand, aber mit dem wohlig näselnden Klang der ungeraden Kolbenzahl. |
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