test 

 

 

  

 

Power Fünf

Test: Ford Mondeo 2.5 Ghia X

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der 2,5 Liter-Fünfzylinder-Turbomotor von Volvo, bekannt vom Heißsporn ST (Test Ford Focus ST) firmiert unter Überzeugungsmotor. Kultiviert oder kernig? Beruhigend oder emotional? Vehement oder gelassen? Wohlklingender das Radio oder die heute selten zu hörende krumme Zylinderzahl (siehe auch: Test Alfa Romeo 159 Sportwagon 2.4 JTD)? Der Gasfuß macht die Musik: motivierend kraftvoll, geballt elastisch, unterlegt mit dem knurrigen Anrühren der fünf Töpfe.

 

Eine Fünf ohne Versetzungsstress: Der Fünfzylinder braucht kaum Drehzahl, spricht ruckfrei an, überspringt Gänge ohne zu mucken, dreht aber willig an die 7.000 – die motorische Quadratur des Kreises? Fast, wäre der Schwede nicht auch hier dem Flüssigen zugeneigt: Unter 12 Liter Super gibt sich die Verbrauchsanzeige in der Stadt kaum ab – aber das wäre es dann auch schon mit den Nachteilen.

 

Und was stimmt sonst noch zufrieden? Der Tempomat mit Abstandsradar (945 €) lässt sich in 5 km/h-Schritten einregeln – praxisgerecht. Die automatisch gute Sicht resultiert im Winter daraus, dass sich Windschutz- und Heckscheibenheizung bei Bedarf automatisch zuschalten – komfortabel. Die Spracherkennung (linker Lenkstockhebel, 300 €) akzeptiert einen notorischen Nuschler – nette Dame. Das Navi-System oder die Schalter der Sitzheizung (ideal auf der Schaltkonsole platziert) sind intuitiv einregelbar. Das schlüssellose Öffnen (200 €) erfreut Bequemmenschen. Eine potentielle Speisekammer unterhalb der hübschen Belüftungslamellen Auge und Verstand: Es fasst auch einen 2 kg-Brotlaib, um die für Handschuhfächer gewaltige Dimension der (neben dem Kofferraum) voluminösten Mondeo-Innenraumablage mal ganz archaisch zu beschreiben.

 

  

 

 

Und weniger zufrieden? Die flachen A-Säulen stellen sich im Kurvenscheitelpunkt in den Blick (auch weil es der Sitzposition an Tiefe fehlt – was Sitzriesen bei der Anschaffung des Schiebedachs unbedingt berücksichtigen sollten). Die getönten Seitenscheiben surren nicht zu Gänze in den Türschacht. Der Kofferraum ist tief und die Haube öffnet fern der Stirn, aber zum Bepacken empfängt den Kofferträger eine schachtartige Luke.

Wie bei vielen anderen großen Limousinen ist der Überblick in den Rückraum eher geprägt von Gefühl und Vermuten denn von Übersicht. Dass die Bedienung mancher Knöpfe und Steller sofort einleuchtet, kann man auch nicht behaupten (Klima, Gebläse). Dass keine herkömmlichen 0,75 oder 1,0 l-Wasserflaschen in den Getränkehalter passen, sondern nur die 0,5 Liter-Tankstellen-Konfektion, allerdings schon.

 

Wenn das Große und Ganze aber stimmt und überzeugt, dann stören die üblichen Kleinigkeiten – bis auf den Verbrauch des 2.5 (eben keine Kleinigkeit) – nicht wirklich. Weil das Konzept stimmt: sehr gutes Raumangebot, tolles Fahrwerk, deutlich verbesserte Qualität. Was mal war, ist nun wieder ist – schräges Deutsch, aber solide Kölner Vorstellung.

 
Text: le / Fotos: am
2008
 

kurzcheck☺☺☺☺☺☺*

 

Leistung (PS bei 1/min)

220 bei 5.000

Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min)

320 bei 1.500

0 - 100 km/h (Werksangabe; s)

7,5

Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe)

245

Testverbrauch (l)

10,5 Super

Kofferraumvolumen (l)

550

Mängel am Testfahrzeug

keine

Fahrdynamik

☺☺☺☺☺

Komforteindruck

☺☺☺☺☺

Emotion

☺☺☺

Alltagsnutzen

☺☺☺☺

Familientauglichkeit

☺☺☺☺

Sparpotential

☺☺

Preis-Leistungs-Verhältnis

☺☺☺☺

Weitere Infos, Ausstattung, Preise (...)

www.ford.de
 

*Bewertung:

☺☺☺☺☺☺=hervorragend

☺☺☺☺☺=sehr gut

☺☺☺☺=gut

☺☺☺=zufriedenstellend

☺☺=nicht so toll

=geht besser

 

zurück zum Testanfang >

 

  

Weitere Informationen unter:

Ford Focus Coupe/Cabrio

Ford Focus 2.0 TDCi

Ford Focus ST