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Originell, kantig, auffallend. Aber quadratisch, praktisch, gut? Der Daihatsu Materia mit dem 103 PS leistenden 1,5 Liter-16V im Test – Test: Daihatsu Materia 1.5. Flache Dachlinie, hoher Blechkragen, tiefe Schweller, Pinguinheck. Der Mini-Fahrer grinst herüber. Der Tankwart schwätzt mehr als einem lieb ist. Smalltalk ist beim Materia Serie. Eben weil das Kastendesign (kurze Schnauze, maximaler Innen-, Kopf- und Kofferraum) zwar in Japan Alltag ist (Nissan Cube, Toyota BB – Fahrbericht: Honda That´s), aber nicht hier. Fragen kommen, Antworten gehen: „1,5 Liter-Vierzylinder“, „3,80 Meter lang“, „vier Türen“, „Frontantrieb“, „103 PS“. „Ja: praktisch, ja: viel Platz, ja: gute Variabilität, Ja: gar nicht so teuer ...“
15.800 Euro für den Materia 1.5 sind nicht nur originell, sondern auch praktisch angelegt, denn bauartbedingt haben die vielen Ecken und Kanten handfeste Vorteile: Kein Sonnenstich (weil die Scheiben steil stehen), fröhliches Bepacken (weil die im 60-zu-40-Verhältnis quick umlegbare Rücksitzbank auch verschiebbar ist, und die Ladefläche sich als hoch, breit und eben erschließt) und ein üppiger Luftraum (weil spürbarer Seitenwind eben auch Vorteile haben kann).
Bis auf die breite C-Säule, die sich in flüchtigen Momenten in Biegungen etwas in den Blick stellt, und die schmale Heckscheibe ist die Karosse übersichtlich – sorgenfreies Rangieren und Parkieren.
Vergangenheit ist die Innenraum-Tristesse à la Cuore letzte Generation (Test Daihatsu Cuore, Modelljahr 2005). Die Armaturenlandschaft ist dezent verspielt, die Luftdüsen gekonnt cool, das MP3-fähige Radio (positives Detail: der Warnpiepser bei Verkehrsmeldungen) ein ziemlicher Eyecatcher und die (staubanfällige) Klavierlackoptik schlicht schick.
Dagegen scheinen Tacho und Drehzahlmesser in der Armaturenträgermitte zwar ideal im Goldenen Schnitt platziert, besser abzulesen wäre jedoch eindeutig die Vor-Nase-Lösung des neuen Cuore (Fahrbericht: Daihatsu Cuore / Mira Custom). >>>Weiter>>>
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