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Kurzer Erfolg

 

 

 der 25te Geburtstag

Ein kräftiges Herz – auch ein viertel Jahrhundert nach der Markteinführung ist der Cuore (ital.: „Herz“) Daihatsus wichtigstes Auto auf dem Markt – im Rückspiegel: ein Mini in sechster Generation.

Schon damals standen Japaner auf Italien und japanische Autobauer auf italienische Modellnamen. Die erste Cuore-Generation (italienisch:„ Herz“) war ein 600 Kilo leichter Sparzwerg mit einer aus heutiger Sicht bescheidenen Motorisierung. Sein Zweizylinder mit 542 Kubikzentimeter Hubraum und einer Leistung von 28 PS blickte der etablierten Kleinwagenkonkurrenz aus Italien und Frankreich mit ihren viel populäreren Panda-Kisten, R4-Schachteln und 2CV-Faltkartons selbstbewusst in die Augen – auch wenn es für echte Augenhöhe vielleicht noch etwas an PS und Renommee mangelte. Fünf Jahre darauf, 1986, wurde der 3,20 Meter kurze Fronttriebler gründlich erneuert, wobei ihn nun ein Dreizylinder mit 840 Kubikzentimeter, 44 PS und 135 km/h schon recht ordentlich vorantrieb. Genug, um auf der Autobahn gut mitzuhalten. Genug, um auch mal eben damit, mit kleiner Familie und kleinem Gepäck, zu verreisen.

Mit dem dritten Cuore des Jahres 1991, seiner in sanfteren Linien gezeichneten Motorhaube und seiner vorsichtigen Verlängerung auf 3,30 Meter wurde ein Stilwechsel von bis dahin eher kantigen Formen in Richtung rund vollzogen.

 

Dieses neue Design setzte sich auf gleicher Plattform mit 2,30 Meter Radstand auch beim Cuore-Modell Nummer 4 im Jahr 1995 fort, dessen Karosserie noch mehr auf die kantenfreien Formen setzte, bevor es mit dem folgenden Modellwechsel 1999 mit einem weiteren neuen Herzens-Auto – manche behaupten noch heute: der herzigste Cuore bisher – endgültig richtig rund her ging. Der Radstand wurde zum Zwecke größerer innerer Geräumigkeit um fünf Zentimeter auf 2,35 Meter verlängert, außen wuchs das Wägelchen auf die noch heute aktuelle Dimension von 3,41 Meter. Die entscheidende Neuerung war ein Einliter-Dreizylinder mit 56 PS, der dem Temperament deutlich auf die Sprünge half: In vergleichsweise flotten 12,8 Sekunden spurtete Cuore Nummer 5 aus dem Stand auf Tempo 100. Trotz mehr Leistung sank der Verbrauch – die Vorteile des Dreizylindermotors im Vergleich zum Vierzylinder: weniger Gewicht und weniger innermotorische Reibung – auf fünf Liter Normalbenzin. Der erste Daihatsu Cuore erzielte noch einen Durchschnittswert von 6,2 Liter.

Das aktuelle Modell, seit Mai 2003 auf dem Markt, nimmt sich (in der Version mit Fünfgang-Schaltgetriebe) mit 4,8 Liter/100 km nochmals 0,2 Liter weniger als die Serie 5. Während man bei all seinen fünf Vorgängern noch erkennen konnte, dass sich die Designer von italienischen und britischen Formen anregen ließen – ohne diese Anregungen immer mit letzter Konsequenz in ein Auto zu formen –, trägt der sechste Cuore nun wieder echt japanische Trendmode am Leib: hoher Aufbau und schmale Schultern verpackt im seit einigen Jahren angesagten 1,5-Box-Design, in dem Motorhaube und Fahrgastzelle im Stil eines Vans ineinander zu fließen scheinen. Dass auch der Cuore wächst und wächst, liegt in der Natur der Sache – wir tun es auch (statistisch einen Millimeter pro Jahr). Dass der kleine Japaner es besonders den Frauen (zwei Drittel der Kundschaft) angetan hat, wird trotzdem in seiner kompakten Statur begründet liegen: klein-praktisch-gut und mit bis heute 90.000 Exemplaren bundes- und 4,5 Millionen weltweit überall voll tragbar, einsetzbar und gut zu gebrauchen – von welchem Mann lässt sich das heute noch behaupten? (er/ta)

Weitere Informationen:

Test: Daihatsu Cuore 1.0

 

oder unter:

www.daihatsu.de

 

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