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Ausblick auf den Einser

BMW CS1

 

So oft wie Chris Bangle in den letzten Monaten wurde zuvor noch kein Designer in den Jahren verbal gehängt - die unglückseligen Erschaffer eines Ford Scorpio oder eines Lancia Lybra  ausgenommen. Die Steine des Anstoßes: Das Heck und die Front des neuen Siebeners, die Studien zum Sechser mit schroff abfallendem Heckabschluss und das zerfurchte BMW X-Coupé. Der Amerikaner spürte es im Halbjahrestakt der Präsentationen: Wer in Deutschland andere Wege geht, hat nichts zu lachen. Vielleicht eine historisch gewachsene Unart.   

Ob Bangle deswegen genau beim kernigen BMW 2002 ansetzte, dessen Ende Mitte der siebziger Jahre der BMW 3er einläutete? Der jüngst in Genf präsentierte BMW CS1 erinnert fraglos an den oft für Geschwindigkeitsdelikte missbrauchten 2002: Kantig und aufrecht die Front, aggressiv der Blick, kurz die Überhänge, kantig die Seitenlinie, rund die Doppelscheinwerfer und die Rückleuchten. Die Karosserie der Studie ist kraftvoll und schnörkellos gezeichnet, ob sie gelungen ist, darüber streitet man.

Wegen der betonten, das ganze Fahrzeug umlaufenden Schulterlinie kommt es zu der etwas Wannenrandhaften Flanke und dem ungewöhnlich schroffen und kantigen Heckabschluss. Andere Hersteller schmälern die Spaltmaße, wo sie nur können, am CS1 erscheinen sie als hervorgehobenes Stylingmerkmal (Front, Vorderwagen). Selbst der breite Seitenschweller, der Vorderwagen und Heck gekonnt verbindet, wird angefeindet. Über den Gebrauchsnutzen des auch in der BMW Studie integrierten “iDrive-Controllers“ lässt sich in jedem Fall streiten: Warum muss im CS1 zuerst ein “Klima-Knopf“ gedrückt werden, um dann erst nach einem weiteren Bedienschritt die Innentemperatur zu bestimmen? Eine einzige Handlung zur Klimaverbesserung tat es zuvor auch - eine Vereinfachung?

 

Unbestreitbar stilsicher gestaltete man den Innenraum des viersitzigen Cabriolets - so funktional wie durchdacht: Elemente, denen im Innenraum technisch eine tragende Rolle zukommt, zeigen ihre Funktionalität durch matt schimmerndes Alu (Cockpit-Querträger). Die Fundamente des Interieurs sind in robustem Neopren ausgeführt (Boden, Mitteltunnel). Überall dort, wo der Mensch Kontakt zum Fahrzeug aufnimmt, dominieren weiche Materialien (Sitze und Lenkrad in Nappaleder, Sitzseitenwangen in teurem Nubukleder). Über die feinen Aluminiumrahmen der Sitze spannte man ganz einfach Stoff und Leder. Die deswegen nur dünnen Sitzflächen wurden durch eingearbeitete Gel-Pads reisetauglich gemacht. Der Leichtbau sorgt für mehr Platz im Innenraum.

      

Die flügelartigen Schwingen der Cockpit-Oberseite sind aus Neopren. Die rechte der beiden Schwingen ist flexibel und gibt bei Bedarf das taschenförmige Handschuhfach frei, das sich hinter ihr verbirgt. Das Flügelthema findet sich andernorts wieder. Selbst die freistehenden Armaturen umschweben die Lenksäule. Alles, von den Nackenstützen bis zum Cockpit, wirkt grazil. Der Raumeindruck ist betont luftig.

Unter der Haube des BMW CS1 sitzt wie beim Ahnen 2002 ein kleiner Vierzylinder (115 PS), dessen Kräfte modernistisch über ein sequenzielles SMG-Getriebe an die Hinterachse weitergeleitet werden. Viel mehr Platz als für ein kompakt bauendes Vierzylindertriebwerk gibt es unter der kurzen Motorhaube nicht – ein Faktum, das schon auf den ausschließlich mit Vierzylindermotoren ausgestatteten BMW Einser verweist - nicht umsonst trägt die Studie die “1“ im Namen: Zu der BMW Studie denke man sich anstatt des luftigen Dach-Nichts nur noch ein Festdach im Stil des Z3 Coupés oder des 3er Coupés, schon steht der neue BMW 118i vor dem geistigen Auge. 

 

Weitere Informationen:

BMW 760/745/735 Li

BMW X5 4.4i

BMW X5 4.6 is

BMW M3 CSL

 

 

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 Technische Daten 

Motorbauart/ Zylinderzahl

4-Zylinder, Reihe

Hubraum                                                              cm3

1796

Leistung                                               PS bei 1/min

115 bei 5500

Maximales Drehmoment                   Nm bei 1/min

175 bei 3750

Kraftübertragung

Heckantrieb

Internetadresse Hersteller

www.bmw.de

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