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TToll AUDI TT 3.2 und 1.8 (150 PS)
Lange durfte man auf neue Motoren warten. Das Audi TT Coupé gab es nur mit dem 1,8-Liter-Turbomotor mit 180 oder 225 PS – zuviel Leistung für manches Portefeuille. Zudem machten die etwas rauen Vierzylinder nicht jeden Genießer glücklich. Deswegen legt Audi nun nach: Mit einem 150 PS- und einem 250 PS-Triebwerk. Mit dem 1,8-Liter-Turbo-Motor mit 150 PS - bekannt aus vielen Audi-Modellen - lässt sich schon ganz erquicklich leben. Zwar ist er kein echtes Musterbeispiel an Laufkultur und Durchzugskraft, aber gegen sein motorisches Potential lässt sich rational wenig einwenden. Mit dem 1,8T läuft der TT völlig ausreichende 220 km/h Spitze und beschleunigt in 8,6 Sekunden von Null auf 100 km/h. Der Verbrauch liegt im Schnitt bei 8,2 Litern/100 km (Werksangaben). Der Einstiegs-TT rollt auf 16 Zoll-Alurädern. ESP, Bremsassistent, Front- und Seitenairbags sind mit an Bord. Genauso wie Klimaautomatik, ZV-Funkfernbedienung, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel und das obligatorische Ledersportlenkrad. Dass der budgetfreundliche TT (Grundpreis: 27.100 Euro) auch ein guter Freund der Versicherer zu sein scheint (HK 12/VK19/TK32), wird viele Kunden freuen, die schon lange auf den kleinen TT gewartet haben. Ab sofort kann er bestellt werden, ab Januar 2003 beginnt die Auslieferung. Freunde seidiger Laufkultur bittet Audi dagegen noch um Geduld: Der TT 3.2 Quattro ist auf Mitte 2003 datiert. Unter der Haube dieser Coupé-Variation arbeitet der schon vom VW Golf R32 bekannte 3,2 Liter-Sechszylinder. Exakt neun PS Mehrleistung machen dabei den Unterschied aus, zwischen Volksmusik (R32: 241 PS) und Vorsprung durch Technik (TT 3.2: 250 PS).
Das innovative Sportgetriebe „DSG“ (siehe Artikel unten) und eine vom Audi RS4 abgeleitete Doppelkolben-Bremsanlage (innenbelüftete Scheiben: 334 mm vorne, 265 mm hinten) gehören zur Grundausstattung. Das große Potential des Power-TT manifestiert sich auch optisch: Große Lufteinlass- und Luftaustrittsöffnungen vorne und hinten, die seitlichen Kiemen, der größere Heckspoiler und das Xenonlicht (Serie) zeigen dem Vordermann unmissverständlich, wer da nun kommt.
Von der Papierform her liefern sich das bisherige Topmodell, der 1.8 Turbo mit 225 PS, und der neue Sechszylinder, was die Fahrleistungen betrifft, noch einen Patt. In der Fahrpraxis dagegen dürfte der größere dem kleineren TT zumeist die dicken Auspuffendrohre zeigen – weil er deutlich mehr Hubraum (plus 1,4 Liter), etwas mehr Drehmoment (plus 40 Nm) und eine merklich bessere Elastizität als der aufgeladene Vierzylinder bietet. Dass seine Laufkultur und sein Klang von höherem Reiz für die Sinnesorgane eines Sportfahrers sein werden, kann schon ein halbes Jahr vor der Markteinführung angenommen werden. Das Warten lohnt sich. Der Preis steht noch nicht fest.
Technik erklärt: Das neue Direkt-Schalt-Getriebe (DSG) Die Technik des neuen Doppelkupplungsgetriebes kommt aus dem Motorsport. Eine Novität ist sie nicht. Schon im Jahr 1985 absolvierte Walter Röhrl erste Testfahrten mit dem Getriebe im Rallye-Monster „Sport Quattro S1“. Nun kommt die Kundschaft zum Zuge: Der Ausgangspunkt für die Entwicklung des Seriengetriebes war die Suche nach einem 6-Gang-Schaltgetriebe mit hoher Variabilität bei der Übersetzungswahl. Durch die Verwendung einer integrierten Doppel-Lamellenkupplung mit entsprechender Reglung glaubten sich die Audi-Ingenieure am Ziel: Aufgrund der Doppel-Lamellenkupplung mit ausgeklügelter Steuerung können zwei Gänge gleichzeitig eingelegt sein. Im dynamischen Fahrbetrieb ist ein Gang eingekuppelt. Bei Annährung an den nächsten Schaltvorgang wird bereits der dazu passende Gang bei offener Kupplung vorgewählt. Beim Schalten öffnet dann die Kupplung des aktivierten Ganges und gleichzeitig schließt die andere Kupplung. Der Gangwechsel findet unter Last statt und der Kraftfluß ist somit getriebeseitig permanent gewährt.
Weitere Informationen:
oder unter www.audi.de
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