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er geht, wie er dreht test: Seat Leon Cupra
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"Bringen Sie ihn heil zurück“ – damals wie heute: klassisches Cupra-Vokabular. Im Test: der Seat Leon Cupra mit 240 PS-Turbomotor.
Auf der Straße bleiben – der oberste Grundsatz damals im Leon Cupra mit 225 PS (Test: Seat Leon Cupra R) wie heute im Cupra mit 240. Die Anlagen sind gegeben: Straffes Fahrwerk, Schaltwege im Bruchteilsekundentakt, brutal zupackende Bremsanlage, zackige (nicht zu spitze) Servos mit Sportabzeichen und ein Aggregat, welches noch feuert, wenn der Fahrer mental längst ausgebrannt ist. Oberstes Fahrgebot: „Emocion controlado“. Verstand und Adrenalin besiegen Jagdtrieb und Unvernunft. Das ist im Cupra: gesund.
„Harte Reise“ beschreibt nicht in jedem Fall die Zwölf-Monats-Fahrradtour durch Chile oder den einwöchigen FKK-Aufenthalt im Vatikanstaat. Über kurze Wellen trampelt der Cupra knochentrocken, über lange geht er kompakt. Sportlereinsicht: Komfort ist, wenn die Straße gut ist. Ist sie es nicht, fühlt man aufrechtes Mitleid mit all den Wackeldackeln dieser Welt. Die rechte Fahrspur auf der Autobahn, der „Lastwagenstreifen“ – kurze Federwege, schmatzende Stoßdämpfer –, ist so ein Ort verstärkten Mitgefühls. Hart macht zwar fahrdynamisch schön, aber Komfort geht anders. |
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Auf der Autobahn sammelt der Cupra den Mitverkehr im Rückspiegel. Die Landstraße ist sowieso Cupra-Eigentum: Bremsen, Kurvenscheitel, Gas ... Bremsen, Kurvenscheitel, Gas ... Bremsen, Kurvenscheitel, Gas – Kurventechnik von der Rennstrecke für den Hausgebrauch. Der machtvoll unter Dampf stehende Turbolader macht´s möglich. Wenn die Augen leuchten wie der ESP-Blinker zuvor, dann ging´s heiß her. Die von Hause aus implantierte ESP-Sicherung empfindet man nur auf der Rennstrecke als lästig – weil der eingestauchte Cupra dann über die Vorderräder schiebt. In jedem Kreisel oder jeder zweispurigen Abfahrt ist es jedoch um die meisten konkurrieren wollenden Nebenfahrer geschehen: Ein Fahrwerk zum Außenüberholen bei enorm sicherer und souveräner Straßenlage: Auf dem Gas stehen bleiben, die sechs Gänge ausdrehen, die Hüfte wippen lassen.
Kurven kommen sehr flott nahe. Gründe gibt es genug: 240 PS oder 300 Nm, 120 PS Literleistung oder das dynamische Leistungsgewicht von 5,6 kg/PS. In 6,4 Sekunden geht es von Null bis 100 km/h, 247 bedeutet V-max. Brabbelt der Leon angeraut im Stadtbetrieb scheinbar noch etwas gelangweilt vor sich hin, erweckt ihn forciertes Gas – er geht, wie er dreht – zum echten Leben. Knapp über 2.000/min schnappt sich der vordere Radsatz das volle Drehmoment, ab etwa 4.500 brennt der Spanier nach in Richtung Höchstleistung: Bei 190 vom Gas gehen? Na und? Der Lader beißt vollmundig weiter, wo andere schon zahnlos schnappen. |
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