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Test Opel Insignia Sports Tourer

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn die Kinder bei der Oma geparkt werden, beträgt die Laderaumlänge bis zu den Vordersitzen 1,91 m. Voll beladen, passen so maximal 1.510 l in den völlig ebenen, sonst 540 Liter aufnehmenden Gepäckraum mit freundlich tiefer Ladekante und gescheitem Fach unter dem Kofferraumboden (ein flaches, aber gutes Versteck vor potentiellen Langfingern).

Die gute – allerdings wie bei Premiumautomobilen locker durch einige Zuzahlungsoptionen steigerbare – Serienausstattung erfreut den Bepacker. Die automatische Niveauregulierung ist Serie. Der Gepäckschutz ist flott deinstalliert, eine Steckdose vorhanden. Das FlexOrganizer-System (Gepäckschienen, Gepäcknetze, Adapter) kostet Aufpreis (brave 150 Euro). Die in der Öffnungshöhe programmierbare elektrische Heckklappe (390 Euro) verhindert den ultimativen Packgau: die Beschädigung durch die Decke einer nicht ausreichend hohen Garage. Aber nicht nur an der formschönen Heckklappe macht man sich die Hände schmutzig, sondern auch am Heckstoßfänger (weil er so tief baut, bis die Ladefläche endlich beginnt) schnell die Hose.

 

Vernunft und Attraktivität. Das setzt sich im Innenraum fort. Die Sitze (mit relativ hoher Sitzposition und komfortabler Sitzflächenverlängerung) sind bequem, die Bedienung schlüssig, und all das fasst sich gut an - festzumachen an Details wie dem umlederten Multifunktionslenkrad (Temperatur, Radio, Telefon), der dynamisch gezeichneten Mittelkonsole, der wertigen Schaltkulisse oder dem Spaß, den der elegante Türinnengriff dem Designer bereitet haben muss. Allerdings hätte man den Kopfstützen im Fond noch etwas mehr Verstellweg mit auf den Weg geben können – denn auch Erwachsene sitzen hier bequem.

 

 

 

 

„oDrive“ räumt die Mittelkonsole leer, als vielfunktionaler Regler (Navigation, Audio, Mute, Telefon, Destination). Die elektrische Handbremse erfüllt den selben, aufräumenden Zweck. Die Geschwindigkeitserkennung (einblendbar zwischen Drehzahlmesser und Tacho) überzeugt, liegt aber – ganz selten – auch mal daneben.

Liegt dies der Fahrer, ertönt der Spurhalteassistent. Der schützt effektiv vor dem gefährlichen Sekundenschlaf, lieben muss man den begleitenden hohen Warnton deshalb aber noch lange nicht. Dem zu weit vom Navigationsbildschirm platzierten OK-Schalter der „DCD800 NAVI“ kommt man auch mit erprobter Intuition kaum bei. Und was hat sich der Programmierer gedacht bei diesem Navi-Tipp? „Achtung, null stockender Verkehr!“ Achso.

Das harmonische Gesamtpaket überzeugt. ecoFLEX nicht voll und ganz (Stichworte: Durchzugsschwäche in hohen Gängen). Der Preis ist fair (ab 28.690 Euro), und der Aufpreis für den Kombi beträgt lediglich 1.200 gut investierte Euro. Die Möglichkeiten zur Individualisierung (Allradantrieb, Aktivfahrwerk, Verkehrsschilderkennung, …) sind zahlreich. Ab der Edition-Ausstattung ist die Navi sogar von Hause mit an Bord. Eine überzeugende Rüsselsheimer Navigation in die richtige Richtung. Zurück zu alten Opel-Tugenden. Der Opel Kombi ist wieder im Volk angekommen.

 
Text: le / Fotos: am
2010
 

kurzcheck☺☺☺☺☺☺*

 

Leistung (PS bei 1/min)

160 bei 4.000

Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min)

350 bei 1.750

0 - 100 km/h (Werksangabe; s)

9,9

Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe)

212

Testverbrauch (l)

6,8 Diesel

Kofferraumvolumen (l)

540 - 1.530

Mängel am Testfahrzeug

keine

Fahrdynamik

☺☺☺☺

Komforteindruck

☺☺☺☺☺

Emotion

☺☺☺☺

Alltagsnutzen

☺☺☺☺☺

Familientauglichkeit

☺☺☺☺☺

Sparpotential

☺☺☺☺

Preis-Leistungs-Verhältnis

☺☺☺☺☺

Weitere Infos, Ausstattung, Preise (...)

www.opel.de
 

*Bewertung:

☺☺☺☺☺☺=hervorragend

☺☺☺☺☺=sehr gut

☺☺☺☺=gut

☺☺☺=zufriedenstellend

☺☺=nicht so toll

=geht besser

 

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