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Flaterrate Spaß  

 

 

 

 

 

 

Geht da auch im Winter die Sonne auf? Mit klugem Verdeck, 175 PS und einer Extraportion Fahrwitz – Fahrbericht: Mini Cooper S Cabrio.

Weihnachten: im Supermarkt schon im Oktober. Cabrio-Saison: im Februar. Unter Flocken und bei sechs Grad minus. Dass sich auf dem Beifahrersitz keine geschlossene Schneedecke bildet, liegt allein an der Sitzheizung. Die steilere Frontscheibe, weit weg vom Schädel, macht Lust auf Wind und Wetter. Der Fronttriebler ist Kurvenpatex und krallt sich die Spitzkehren und Biegungen. Die letzte war die schönste, die nächste ist die bessere.

 

Liegt auch am Motor: Der 1,6 Liter-Twin-Scroll-Turbo mit Benzin-Direkteinspritzung klebt weit bündiger am Gas als der alte Kompressor-S (Test: Mini Cooper Cabrio S). Von 1.600 bis 5.000/min nachdrücklich mit 240 Nm (Overboost: kurzfristig 260). Anfangs plustert er sich auf, was ihn zum lässigen Cruisen prädestiniert. Dann heftet er sich intensiver ans Gas, um bei 5.000/min nochmals nachzulegen. Das bedeutet in jedem Aggregatzustand vor allem eins: 1. Spaß, 2. Spaß, 3. Spaß – noch Fragen zum Motor?

Der Schnupfen kommt erst in drei Tagen. Die Kernreize des Verdecks (erprobt von 164.000 Besitzern des Mini Cabrio I) machen´s vergessen: Das sich straff anschmiegende Textilverdeck öffnet und schließt elektrisch in nur 15 Sekunden, in Fahrt bis 30 km/h und bei Nutzung der pfiffigen Schiebedachfunktion bis 120. Die optionale Klimaautomatik ist temperaturschlau. Bei geöffnetem Verdeck und niedrigen Temperaturen wärmt sie ganz automatisch den Fußraum. Eher für Kalifornien gemacht ist der „Always-Open-Timer“, der jede offen gefahrene Minute zählt: Roof down, das Surf vorbei an der smarten Durchlade (Dachrückteil unten um 35 Grad hochstellbar) und die Sechsgangautomatik (neu!) in Drive. Und all das minutengenau – überflüssig wie ein Sonnenbrand.

Der Mini, geboren 1959, wird im Mai in Silverstone 50 Jahre alt Von wegen alter Sack, von wegen graue Haare. Auch der so schön aufgeschnittene Cooper S hilft sie zwar nicht vermeiden, aber er macht sie vergessen. Weil er 10 kg weniger wiegt (leer: 1.165 - 1.230 kg).

 

Weil er Jugendträume auferstehen lässt mit der direkten elektromechanischen Servolenkung, dem kurzatmigen Sechsgang-Schaltgetriebe und der zackigen Bremsanlage (Scheiben: 294 mm vorne, 259 hinten). Und weil der kurze Brite ( Länge: 3,7 m) auf schlechter Straße über Spurrillen, denen er gerne hinterherläuft, Aufmerksamkeit erzwingt. Auch deshalb bringt es die Sache im spaßigeren  „Sport“ (Schalter schaltknüppelnah) wohl einigermaßen auf den Punkt, von gutem Restkomfort zu schreiben. >>>Weiter>>>

 

 

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