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Vitamin C

Test: Mercedes CLC 350

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erst dieser hohe Energiegehalt des Motors erlaubt dem CLC 350 ein Doppelleben: Einerseits wirkt er sanft und gelassen. Andererseits schwillt dem über die ovale Auspuffblende säuselnden Triebwerk mit forciertem Gaswunsch gehörig der Kamm: 6,3 Sekunden bis 100, elektronisch abgeregelt 250 Stundenkilometer. Bei 180 km/h setzt der Daimler elastisch-hart nach. Mit einer Durchzugskraft, die viele, aber nicht alle Turbos im Auspuffschatten abstellt (Test: BMW 135 i Coupé). Das macht den Tank leer, aber den Fahrer glücklich.

 

Diesem Anspruch genügt auch die 7G-TRONIC: Flott eilt sie, die Drehzahlen flach haltend, hoch in den 7.Gang, sportlich motiviert aalt sie den sonorer klingenden „Sport“ (inklusive Sportluftfilter und „sportlichem Motorsound“) in hohen Drehzahlen. Der Wandler – ein Traumwandler  – steht die ganze Drehzahl-Palette. Was er intuitiver beherrscht? Einfühlsam beim Ausrollen vor der Ampel durch Zurückschalten die Motorbremsleistung zu nutzen oder Schaltgetriebegefühle zu bereiten mit den Schaltpaddeln? Gute Frage.

 

Nächste Frage: Wie vertragen sich die Härten eines Sportfahrwerks (Tieferlegung: vorne 15 mm, hinten 5 mm) mit der überzeugenden Harmonie von Motor und Antriebsstrang? Gut, da zwar mehr Abrolltrockenheit und Belagsauftrommelei im Spiel ist (zumeist: lediglich akustisch), aber eben keine Garstigkeiten im Komfortbild – „Restkomfort“ fühlt sich zumindest ganz anders an. Die präzise Direktlenkung des Sport-CLC mit variabler Lenkübersetzung gestattet eine saubere Linie, der fitte Heckantrieb ohne ESP-Zurückpfiff ein mitlenkendes Heck.

 

 

 

Das Grundproblem leistungsstarker Sportwagen – mehr Hubraum als Kofferraum – ist im Coupézuschnitt keins: Das Kofferabteil fasst 310 Liter. Die Heckklappe schwenkt – auch für Hochgewachsene ohne Kopfnuss-Option – weit nach oben. Die leicht ansteigende Ladefläche und die relativ hohe Ladekante haben jedoch auch nach der 2008er-Überarbeitung Bestand; so auch der den Rückraum wenig erhellende Blick: Die schmale Bugfensterluke hat „16:9“-Format, die Parkdistanzkontrolle daher Sinn (akustisch und optisch, auf dem Armaturenbrett und im hinteren Dachhimmel). Details, wie die nur von vorne anschaltbare hintere Deckenleuchte offenbaren – obwohl der Fußraum hinten erkläglich ausfällt – das CLC-Ideal: eine 2+2-Besatzung, zwei Erwachsene und Kind(er), zwei Erwachsene mit viel Gepäck (Kofferraum bei umgeklappter Rückbank: 1.100 l). Trotzdem muss man betonen: Ein- und Ausstieg in den Fond geschehen außergewöhnlich einfach – „Easy Entry“ mal nicht als hohler Anglizismus.

 

Dass der Einstieg preiswert, aber nicht günstig ist, das hat man ja schon geahnt: 36.100 € für den CLC 350, rund 1.900 € für das Sport-Paket und 2.300 € für die 7G-TRONIC. Der Lohn des Preises: Ein charmanter und harmonischer Motor, eine glückliche Verlobung mit der schalthübschen Automatik und ein die Liebe nicht zerrüttendes Sportpackage. Ehekrachpotential besteht erst nach dem Shopping an der Zapfsäule: 12,2 Liter/100 km. Am Ende wird man von den flotten Kurven dann doch noch eingeholt – das passiert mit dem schnellen CLC 350 wirklich selten.

 
 

kurzcheck☺☺☺☺☺☺*

2008

 

Leistung (PS bei 1/min)

272 bei 6.000

Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min)

350 bei 2.400

0 - 100 km/h (Werksangabe; s)

6,3

Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe)

250

Testverbrauch (l)

12,2 Super

Kofferraumvolumen (l)

310 - 1.100

Mängel am Testfahrzeug

keine

Fahrdynamik

☺☺☺☺☺

Komforteindruck

☺☺☺

Emotion

☺☺☺☺

Alltagsnutzen

☺☺☺

Familientauglichkeit

☺☺☺

Sparpotential

☺☺☺

Preis-Leistungs-Verhältnis

☺☺☺☺

Weitere Infos, Ausstattung, Preise (...)

www.mercedes.de
 

*Bewertung:

☺☺☺☺☺☺=hervorragend

☺☺☺☺☺=sehr gut

☺☺☺☺=gut

☺☺☺=zufriedenstellend

☺☺=nicht so toll

=geht besser

 

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Weitere Informationen unter:

Test Mercedes SL 350