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Test: Land Rover Defender TD4

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufsteiger ist hier jeder. Mit 2,18 m Fahrzeughöhe ist der siebensitzige Defender 110 SW (nun sitzt man in dritter Reihe in Fahrtrichtung) annährend so hoch wie der Ur-Smart (2,50 m) lang.

 

Beim Zu- und Ausstieg ist Langbeinigkeit somit ein Privileg, andere nehmen halt Anlauf. Die enorme Sitzhöhe – Sie sehen die beträchtliche Haarlücke auf dem Oberkopf des Audi Q7-Fahrers ohne weiteres – steigert die Übersicht, um die es wegen der aufrechten und dünnen Dachsäulen, dem klippensteilen Karosserieende und einiger Quadratmeter Glas gar nicht so schlecht bestellt ist. Keine Einparkhilfe assistiert zwar, aber die Servolenkung ist zumindest leichtgängig. Erklärtes Sperrgebiet ist häufig das Parkhaus: Mehr als zwei Meter Fahrzeughöhe sind oft nicht zugelassen. Das sollte man mit 2,18 m nicht nur wissen, sondern man muss es – sonst führt dies zu Parkschäden ganz neuer Dimension.

 

Der Defender ist sicht- und fühlbar die Summe seiner Einzelteile, Nieten, Bleche und Schrauben – echtes Handwerk. Weil der Defender so ein ehrlicher Kerl ist, verzeiht man ihm die knarzenden Türgelenke, den schwer erreich- und verstellbaren rechten Außenspiegel, den sich schüttelnden Innenspiegel, die vom Wind zum Schwingen angeregten, dann aber doch durch Stützgummis an der A-Säule fixierten Seitenfenster, die Turnübung am Handbremshebel oder auch mal ein Plastikteil in der Hand (hier: ein Teil vom siebten Sitz).

 

 

 

Hinten sind die Karosseriebewegungen noch eindringlicher spürbar. Der Ausblick zielt wegen der erhöhten Sitzposition und der tief bauenden Seitenscheiben eigenartig tief. Die Sitzposition erscheint im Lehnenteil dabei gesund aufrecht. Was von den Kopfstützen im Fall eines Heckcrashs sicherlich nicht zu behaupten ist: Sie bauen zu kurz. Ganz hinten erschweren nach der rechts angeschlagenen Hecktür die bauartbedingt hohe Ladekante und die Klappsitze (unausgebaut) das Beladen der solide gummierten Ladefläche, auch wenn der ausklappbare Schritt den Zustieg für Mitfahrer sechs und sieben erleichtert.

 

Schnell sind die anderen, kräftig aber auch der Defender. Weniger die 122 PS bei 3.500 U/min als die satten 360 Newtonmeter schon bei 2.000 Umdrehungen. Diese Gemütlichkeit mit urwüchsiger Kraft erinnert an einen der letzten Zeitgenossen, den Wrangler (Test: Jeep Wrangler CRD). Das bedeutet den Sieg der Langsamkeit und der Beharrlichkeit über den heutigen Tempowahn und macht gerade den Reiz des Ur-4x4: rau. bärbeißig, knochig und ungemein pur, trotz der paar Zugeständnisse an die Moderne.

 
Text: le / Fotos: am
2009
 

kurzcheck☺☺☺☺☺☺*

 

Leistung (PS bei 1/min)

122 bei 3.500 

Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min)

360 bei 1.500

0 - 100 km/h (Werksangabe; s)

15,8

Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe)

132

Testverbrauch (l)

10,9 Diesel

Kofferraumvolumen (l)

k.A.

Mängel am Testfahrzeug

keine

Fahrdynamik

☺☺

Komforteindruck

☺☺☺

Emotion

☺☺☺☺☺

Alltagsnutzen

☺☺☺☺

Familientauglichkeit

☺☺☺☺

Sparpotential

☺☺☺

Preis-Leistungs-Verhältnis

☺☺☺☺

Weitere Infos, Ausstattung, Preise (...)

www.landrover.de
 

*Bewertung:

☺☺☺☺☺☺=hervorragend

☺☺☺☺☺=sehr gut

☺☺☺☺=gut

☺☺☺=zufriedenstellend

☺☺=nicht so toll

=geht besser

 

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Weitere Informationen unter:

Test Range Rover Sport TDV8

Test Land Rover Freelander TD4

Test Land Rover Discovery TDV6

Test Range Rover Sport V8 Super Charged

Testbericht Range Rover Td6