|
test |
|
||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
Raumwunderbar ? Test: Kia Soul Diesel
|
|
|
||
|
Soul = die „Seele“ oder die Musik? Manches gelingt dem Soul mit dem 128 PS starken Dieselmotor komischerweise überzeugender, als bepackt zu werden. Test: Kia Soul CRDi.
Die Optik ist Raumwunder, die Realität nicht. Der hohe Aufbau und das kastige Design des Soul lassen einen großen Laderaum erwarten, aber die Erwartung wird nicht erfüllt, im Gegenteil: 222 l Kofferraumvolumen – ein paar dünne Literchen mehr als im über einen halben Meter kürzeren Fiat Panda (206 l; Test: Fiat Panda 1.3 Diesel). Die Variabilität ist auch nur Durchschnitt (umlegbare Rücksitzbank). Fällt die Rückbank, ist die Zuladeschneise jedoch tief und breit, aber nicht ganz eben. Der Verzicht auf die Laderaumabdeckung erscheint in der City, dem Jagdgrund der Langfinger, nicht ganz trefflich. Das Gepäcknetz, die faire (weil tiefe) Ladekante und das große Fach im Kofferraumboden mit Sechs-Fach-Einteilung schon. Auch wenn die Styroporeinlage alles andere als hochwertig erscheint – eigentlich eines der wenigen Haptikfouls des knapp 20.000 € teuren Soul Diesels (Benziner: ab 15.000 €), dessen Kunststoffqualitäten im Gegensatz zu früher up to date erscheinen. Am hinteren Ende des Innenraums schneidet zwar die breite „C-D“-Säule den Blick, ansonsten herrscht mit viel Glas aber gute Übersicht.
Der erste Eindruck kann täuschen. So einen kultivierten Vierzylinder-Diesel, mit eher schnurrigem als knorrigem Grundton, die knackige Schaltung und das angenehm handlich-straffe Fahrwerk hätte man dem Soul angesichts seiner bauklotzartigen Form gar nicht zugetraut. Mancher Betrachter tippt wegen der bauchigen Kotflügel auf 4x4. Tatsache ist: 2x4 (Frontantrieb) – und nur der. Die Servolenkung zaubert eine ordentliche Balance von Direktheit und Leichtigkeit auf die Straße. Der Komforteindruck ist, bis auf die manchmal „trommelige“ Vorderachse (vielleicht liegt es am coolen Niederquerschnitt 225/45 R18), positiv. Das Verhalten bei Lastwechseln dagegen nicht: Bei plötzlichem Bremsen mitten in der Kurve reagiert der Soul mit zu viel Unruhe im Heck. Und auch wenn der Fuß in der Kurve nur mal vom Gas geht, verlieren die Hinterreifen schon etwas Halt. |
|||||
|
|
|||||
|
|
|
|
|||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
Erwartung Sechsgang-Schaltgetriebe, Tatsache Fünfgang-Wechsler: Die Erwartung wird jedoch in der Praxis nicht erschreckt, denn der laufruhige Reihenvierzylinder überzeugt auch mit dem kurzwegigen Fünfgangvorwähler, ohne dass das Drehzahlniveau über Gebühr steigt. Und ebenso im Kraftgesamteindruck – 260 Nm in der Region zwischen 1.900 und 2.750/min sind schließlich ein Pfund mit dem sich solide arbeiten lässt.
Unter 1.500/min ist von diesen Kräften zwar noch wenig zu spüren – kein Turboloch, eher eine Anfahrlethargie-Ebene, aber dann. Hin zur 5.000 auf dem Drehzahlmesser wird der CRDi, der ab 4.300/min Rot unterlegt keult, ziemlich lautgeräuschig. Typisch Diesel. Also hält man ihn mit dem zärteren Diesel-Gasfuß dort, wo es leise und kräftig zieht: so um die 2.000. |
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||
|
|
|||||