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Von altem Schrot und Korn Test Jeep Cherokee 2.8 CRD
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Ausgewachsenes Geländetalent, drehmomentstarker und kräftiger Dieselmotor, hektikarmer Alltag – Test: Jeep Cherokee Limited 2.8 CRD.
Steht Jeep drauf. Ist Jeep drin? Der Jeep Cherokee gilt in seiner Philosophie, die 1984 erstmals 4x4 ging, als im rustikalen Auftritt gelebte Antithese zu den modernen und soften Westentaschen-4x4. Die schmusen im Gelände – Grashalme überfahren – nur mit der Scholle. Der Ami dagegen wühlt sich bei Bedarf derbe aus dem Morast, buddelt mit der Kraft seiner Viere im Sand und watet durch bis zu 51 cm tiefe Flußläufe … Einziges Problem sind weiß-rote Verbotsschilder, die einem sagen: Wenn Du dich hier intensiver schmutzig machst, kriegst Du es mit der Staatsmacht zu tun – Strafzettel für Geländeritt; Deutschland, eine Offroad-Wüste ohne Eingang.
Der Jeep könnte, wenn man denn könnte. Der Rollschalter des Verteilergetriebes („Selec-Trac II“) links neben dem Automatikwählhebel ist so ein Ich-würde-wenn-ich-denn-könnte-Instrument. Normalerweise steht er auf „2WD“ (und Heckantrieb) oder, wenn der Allradantrieb situativ und bedarfsgesteuert mitwirken soll, auf „4WD AUTO“ (aktivierbar bei stehendem oder fahrendem Fahrzeug). Der permanente Allradantrieb verteilt sich dann zu 42 % und 58 % auf Vorder- und Hinterachse. Bei Bedarf werden jedoch bis zu 100 % des Drehmoments an eine Achse gesendet. Die maximale Wühlstellung, „4WD LOW“ (einlegbar bis fünf km/h oder im Stand) passt nur auf unbefestigten, glatten Fahrbahnoberflächen, die nicht schneller als mit 40 km/h befahren werden. Im Schnee oder beim raschen Anfahren bei Regen stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Allradantriebs nicht. Vier angetriebene Räder, die man deutlich im Freilauf und der Lenkung spürt (ein „kompakteres“ Fahrgefühl), liefern, ohne dass etwas aufquietscht, einfach bessere Traktion als zwei vorne oder hinten auf Solo. Erst am Kurveneingang, wo die Einfahrgeschwindigkeit in Verbindung mit der schiebenden Masse zählt, sind wieder alle gleich. |
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VM früher und heute – Der erste Dieselmotor im Cherokee kam, weil das Selbstzünderprinzip hier, aber nicht in den USA hoffähig war, von VM aus Italien. In der ersten Generation (dort leistete der Motor dünne 115 PS), und auch heute unter der schweren Motorhaube der vierten Generation: 2.8 Liter Hubraum, 177 PS und, wenn die Automatik das Drehmoment verwaltet, kräftige 460 Newtonmeter (mit Schaltgetriebe: 410 Nm). |
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