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Test: Jaguar XF 3.0 Diesel S

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die bequemen Sportsitze, mit mehr Seitenführung als die Seriensitze, sind eine gute Wahl, auch weil sich die Kopfstütze für mehr Bequemlichkeit und Sicherheit nach dem Druck auf den hübschen Chrombutton nah zum Kopf neigen lässt. Vor dem Bestellen sollte man als Sitzriese beachten, dass das optionale Glasschiebedach die entscheidenden Zentimeter Kopffreiheit kosten kann.

Köpfen hoher Erwachsener kann der Dachhimmel im Fond, als Nebeneffekt des lasziv dahin fließenden Karosserielinie (die auch die Kofferraumluke deutlich schmälert), ebenso recht nahe kommen. Das selten auftretende leichte Knistern im hinteren Teil des Dachhimmels (festgestellt bei Parkvorgängen über hohe Bordsteinkanten) und das erst aufgetretene, bis zum Testende aber wieder verschwundene Geräusch an der Scheibenwischeraufhängung gaben im 5.695 km jungen Testwagen ein eher unwillkommenes Begleitkonzert.

Das Kofferabteil, unter dem auch die Batterie sitzt, ist voluminös (540 l) und ein gutes Stück Variabilität ist dank der umlegbaren Rücksitzbank auch mit an Bord.

 

Im gleichen Maß erleichtern andere Details den Verkehr mit dem Verkehr: die Rückfahrkamera (die das unübersichtliche Heck entschärft) oder der Totwinkelassistent in beiden Außenspiegeln, dessen LEDs in den Spiegelgläsern mehr ins Auge fallen als die Lösung mit dem Warnsignal am Spiegelfuß im neuen BMW 5er (Fahrbericht BMW 535i, Fahrbericht BMW 530d Gran Turismo).

 

 

 

Viele besondere Antworten auf das Thema obere Mittelklasse finden sich im Innenraum des XF: der pulsierende Start-Stopp-Button, die elektrisch öffnenden Lüftungslamellen, der aus der Mittelkonsole aufsteigende Automatik-Drehregler, die hypersensiblen Sensoren des Kartenlichts … Der Art Déco-Ansatz in Design und farbiger Hinterleuchtung räumt alles bei Jaguar bisher da gewesene mal ganz nonchalant, elegant wie cool beiseite. Und den mit dem Touchscreen schalterbefreiten Purismus des Interieurs wissen speziell jene Realisten zu schätzen, die eine Mittelkonsole mit zu vielen Schaltern und Knöpfen (wie im alten XJ) ergonomisch nicht wirklich überzeugt.

 

Aus Freude am Fahren? Der neue 3.0 D nimmt ein. Der Fahrer surft eine Drehmomentwelle mit enorm hohem Kamm. Mit Freude und ohne schlechtes Gewissen. 9,2 Liter nippt der Diesel S im Testbetrieb aus dem 69 Liter-Tank, 7,2 Liter bei braver Fahrt mit Tempomat und 120 km/h. Das ist sogar etwas weniger als der alte und schwächere 2.7 D (9,6 l). Es gibt also wirklich nur einen Hauptgrund, sich über diesen XF Diesel zu ärgern: Es parkt schon einer in der Garage. Der alte.

 
Text: le / Fotos: am
2010
 

kurzcheck☺☺☺☺☺☺*

 

Leistung (PS bei 1/min)

275 bei 4.000

Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min)

600 bei 2.000

0 - 100 km/h (Werksangabe; s)

6,4

Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe)

250

Testverbrauch (l)

9,2 Diesel

Kofferraumvolumen (l)

540

Mängel am Testfahrzeug

keine

Fahrdynamik

☺☺☺☺☺

Komforteindruck

☺☺☺☺☺

Emotion

☺☺☺☺☺

Alltagsnutzen

☺☺☺☺

Familientauglichkeit

☺☺☺☺

Sparpotential

☺☺☺☺

Preis-Leistungs-Verhältnis

☺☺☺☺☺

Weitere Infos, Ausstattung, Preise (...)

www.jaguar.de
 

*Bewertung:

☺☺☺☺☺☺=hervorragend

☺☺☺☺☺=sehr gut

☺☺☺☺=gut

☺☺☺=zufriedenstellend

☺☺=nicht so toll

=geht besser

 

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Weitere Informationen:

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