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S lohnt sich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Test: Jaguar XF 3.0 Diesel S

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Präsentation eines noch potenteren 3,0 Liter-Diesels dürfte so manchen XF Diesel-Fahrer der ersten Stunde kräftig geärgert haben. Zu recht. Fahrbericht: Jaguar XF 3.0 Diesel S.

 

Über die vollsouveräne Sechsgang-Automatik brandet das schwellgerische Drehmoment, 600 Newtonmeter, Welle für Welle. Beim Kaltstart genehmigt sich der S noch eine geschwinde Vorglühsekunde, lässt die sechs Kolben im Motorraum noch tief pochen, um darauf nur noch akustisch zudringlich zu reagieren, wenn die bulligen 275 Diesel-PS mit dem rechten Pedal – wegen der frühen Drehmomentfülle ziemlich unpassend – zum Ausdrehen genötigt werden. Ansonsten? Ein Hintergrund. Eine Welle. Ein Schub.

 

180 km/h und kein Ende. Der wie der alte, schon sehr überzeugende 2,7 Liter-Biturbo-D  (Test Jaguar XF 2.7 D, Test Jaguar XJ 2.7 Diesel, Test Jaguar S-Type 2.7 D) sehr effektiv aufladende neue 3,0 Liter-V6-Diesel drückt den 1,8 Tonnen schweren Jaguar hinweg kraftvoll durch den Wind. Schnellfahren – oft Stress – ist hier Genuss. Verlockend und unangestrengt, weil die Servolenkung (auch fern des direkteren „Dynamic“-Modus) mit hoher Verbindlichkeit agiert. Und souverän, weil das sportlichere „Diesel S Fahrwerk-Paket“ noch straffer und verbindlicher als im Basisdiesel ausfällt (245 PS), und die Winterreifen des Testwagens (Pirelli Sottozero) äußerst breit sind: 255/35er-Pneus an der Vorder- und 285/30er auf der Hinterachse - wupps.

 

 

 

Der erhebliche Niederquerschnitt gibt mancher Unebenheit ein Wort, die mit braveren Serienreifen sicherlich geschwiegen hätte, zaubert so manche Bodenunebenheit hervor, auf deren Zauber man in einer annährend fünf Meter langen Limousine gerne verzichtet hätte – sagt der Verstand, nicht das Auge: „Die Schuhe machen den Mann“, heißt es doch so schön. Die Schuhgröße 20 (20 Zoll) steht dem XF verdammt gut.

 

Wäre diese Leistungsgesellschaft nicht ESP-gesichert, würde sie, etwa bei Nässe, auf der Hinterachse barsch und unfromm auskeilen. Forcierte Haftreibung, die sich mit „S“ am Automatikregler und der Zielflaggenumzierten Dynamic-Taste (auf der Mittelkonsole) noch verstärken lässt.

Der Pilot dirigiert das Getriebe im M-Modus mit den Schaltwippen. Die Schaltstufen greifen schnell und strikt, die Getriebelogik genehmigt nun volles Ausdrehen, der Antrieb sich ein flottes Tausend U/min mehr. Die Servolenkung gewinnt an Direktheit und vorallem an Lenkwiderstand, den man vorher vielleicht noch etwas vermisst hat. Der wohl definierte Bremspedalwiderstand, das klare Ansprechen und die souveräne Umsetzung auf dem Asphalt passen gut zum Diesel S.

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