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Viel SUV, wenig SUFF?

Test: Honda CR-V 2.0i-VTEC Automatik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der ACC-Tempomat ist in 5 km/h-Schritten einregelbar. Ganz damit abfinden will man sich nicht, dass er sich ab und an ein LKW-Heck in Autobahnkurven kascht (unvermitteltes Bremsen), oder das rasche Überholen von notorischen Mittelspur-Fahrern beim Wechsel von der dritten auf die erste Fahrspur mobbt (plötzliches Ausbremsen auf der Mittelspur). Ebenso offenbart das Niemandsland zwischen 25 %-System-Bremsung und Fahrer-Vollbremsung, dass dies noch nicht das Ende der Entwicklung sein kann.

 

Ein positives Ende – Die coupéartig abfallende Dachlinie mit breiter D-Säule ist ein optischer Trick. Die Innenraumhöhe hinten bleibt davon unberührt. Auch Erwachsene sitzen, solange nicht auf Platz fünf notgeparkt, gut. Und dem Gepäck steht auch nicht viel im Weg (524 - 1.532 l, 60:40 klappbare Rückbank, zweiter Ladeboden).

Der 2.Stock des Gepäckabteils ist maximal mit 10 kg belastbar und die Laderaumabdeckung wenig bedienfreundlich (6 Haken, Befestigung an den Kopfstützen). Nur weniges mehr kann man ankreiden: Das sich nicht öffnen lassende Glasdach, der Kunststoff der Lenkradspeiche, der das sehr griffige Multifunktions-Lederlenkrad haptisch konterkariert und die hohen Motordrehzahlen ohne rechte Wirkung.

 

 

 

Schnell da, schnell weg, kaum Last – mit flinkem Hochdrehen und bewundernswerter Vibrationsfreiheit tanzt der fixe VTEC-Vierzylinder hoch auf 7.000. Aber Kickdown? Die bei niedrigen Drehzahlen fast ideale Proportion zwischen Laufruhe und Vortrieb – der i-VTEC von Honda ist einer der kultiviertesten – beginnt sich nun zu verschieben. Hohe Drehzahlen schießen in den Wandler. Die Drehmomentkraft und der breitbeinige Zug des Diesels bleibt aus (Test: Honda Civic 2.2 i-CDTiTest: Honda Accord 2.2 i-CDTi). Bekömmlicher und SUV-konform: Puls 1.500 bis 2.500/min, Dahingleiten in fast absoluter Ruhe – überzeugend, 1:1 Benzinmotor.

 

1.450 Euro in die Automatik investieren? Keine schlechte Idee angesichts sanfter Stufenwechsel und akzeptablem Langstreckenverbrauch (rund 8,4 l bei 120 - 130 km/h, minimal 7,5 l/100 km, bei einer Reichweite von 600 - 650 km). Weil aber die Handschalt-Option fehlt und das SUV-Grundproblem im Kurzstreckenbereich bleibt, hinterfragt man den erheblichen Aufpreis mit einem Wunsch: Wann gibt es den stimmigen CR-V – dann wäre das Zusammenspiel von Benziner und Automatik ein ökonomischerer Glücksfall – als Hybrid? Die hohe Geräusch-Ökonomie des Benziners kombiniert mit der Start-Stopp-Ökologie des Elektroantriebs. Bis dahin fährt man Honda CR-V mit dem 140 PS-Dieselaggregat – soviel zur Wunsch und Praxis. 

 
Text: le / Fotos: am

August 2008

 

kurzcheck☺☺☺☺☺☺*

 

Leistung (PS bei 1/min)

150 bei 6.200

Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min)

192 bei 4.200

0 - 100 km/h (Werksangabe; s)

12,2

Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe)

177

Testverbrauch (l)

8,3 Super

Kofferraumvolumen (l)

524 - 1.532

Mängel am Testfahrzeug

keine

Fahrdynamik

☺☺☺

Komforteindruck

☺☺☺☺

Emotion

☺☺☺☺

Alltagsnutzen

☺☺☺☺☺

Familientauglichkeit

☺☺☺☺☺

Sparpotential

☺☺☺

Preis-Leistungs-Verhältnis

☺☺☺☺

Weitere Infos, Ausstattung, Preise (...)

www.honda.de

 

*Bewertung:

☺☺☺☺☺☺=hervorragend

☺☺☺☺☺=sehr gut

☺☺☺☺=gut

☺☺☺=zufriedenstellend

☺☺=nicht so toll

=geht besser

 

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Weitere Informationen unter:

Test Honda Civic 2.2 i-CDTi

Test Honda Accord 2.2i-CTDi

Test Honda Civic Hybrid

Test Honda Vamos Hobio

Test Honda Insight