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Vamos a la playa
Test: Honda Vamos Hobio |
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Gerade in einem kaum Nerven schonenden Tokyo-Stau offenbart die auch bei den Microvans zum Standard gehörende Automatik (Automatikanteil in Japan: nahe 90 %), wie viel in Japan allein hier durch das ewige Bremsen an Energie drauf geht. Auch sonst ist das Land der aufgehenden Sonne eines der allgegenwärtigen Automation: Getränkeautomaten überall. Tempel neben Eistee, Buddha neben Birnensaft. An einer Autobahnraststätte stehen 22 Automaten mit einer Auswahl an 143 Getränken, aber kein Alkohol. Japans Verkehrswege sind alkoholfrei, 0,0 Promille. Ein adäquater Weg in Japan zu verdursten, ist die EC-Karte. Die passt entweder nicht in den Bankautomaten, oder wenn sie passt, gibt es auch kein Geld. Man muss es eben wissen: Japanischer Tee wird an Japans Autobahnstopps kostenlos gereicht.
Der Getränkehalter sitzt im Vamos rechts wie der Fahrer, der – wie in England – immer linksspurig – reine Gewöhnung – zu fahren hat. Die Ampeln schalten nie auf Grün, sondern in der Freiphase auf Blau. LKW-Fahrer überrollen mit havaristischen Manövern nahe der Kippgrenze den Glauben an den höflichen japanischen Autofahrer. Tückisch mutet auch die häufig allein in japanischem Kanji (eine von drei Schriftarten) beschriftete Beschilderung an – Abenteuer Parkhaus: Das Auto hat man in Parkhäusern schon zu oft gesucht, das Parkhaus seines Autos allerdings noch nie. Das kostet dann trotzdem soviel wie ein günstigeres Mittagessen – pro Stunde. Für den Grundpreis eines Honda Vamos Hobio (1,5 Millionen Yen; 11.000 Euro) lässt sich somit in Tokyo 2.500 Stunden, 14,88 Wochen, 104 Tage oder rund dreieinhalb Monate parken. Politisch korrekt ist dies alles nicht, aber ist es Japan, wo Raum rar ist, weil 85 % der Landmasse Hügel oder Berge sind? Politisch korrekt? Die Hochhäuser im Erdbebengebiet? Die elektrisch öffnenden hinteren Türen der Tokyo-Taxis, die dem, der es eben nicht weiß, einen ersten Kontakt zum Land verschaffen, den er sich so hart nicht gewünscht hätte? Etwa das Verdauungsfinale auf und mit der schlechten Umweltbilanz einer elektrisch beheizten Toilettenbrille? Die hohe Luftfeuchtigkeit? Die Essstäbchen? Die ewigen Hausschuhe? |
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Die drei Tankwarte, die den Hobio beim Anrollen der Zapfsäule nun umtanzen wie ein Bienenschwarm? Service wird bei großer Konkurrenz – auch eine Form der Enge – groß geschrieben. Jetzt heißt dies für einen der drei, tief vor dem Vamos in die Knie zu gehen. Weil der Tankdeckel ganz tief unten sitzt. Und alles nur für ein paar Tropfen Normal (8,3 l/100 km – Gründe: hoher Aufbau, Allradantrieb, Automatik).
Vor allem weil das Volumen des Innenraums viel überzeugender ausfällt als jenes des Tankes (36 l), sind japanische Vamos-Fahrer zufriedenere Menschen als Vamos-Betanker. Dass ein Auto, welches 13 Zentimeter kürzer misst als ein Lupo (bei drei- bis viermal so großem Kofferraum), sich dem Nachwuchs und seinem Kinderwagen ebenso wenig verstellt wie großem Reisegepäck, macht den Unterschied zu dem, was Europäer an Kleinstwagen gewöhnt sind. „Vamos a la playa“ mit Fiat Seicento, Mini Cooper oder VW Lupo? Gut gelacht, hier gemacht – 9.000 Kilometer von zuhause: vieles anders, einiges besser. |
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| Text: le / Fotos: am | ||||||
| Oktober 2005 | ||||||
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kurzcheck☺☺☺☺☺☺* |
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Leistung (PS bei 1/min) |
64 bei 6.000 | |||||
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Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min) |
93 bei 3.700 | |||||
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0 - 100 km/h (Werksangabe; s) |
k.A. | |||||
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Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe) |
ca. 130 | |||||
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Testverbrauch (l) |
8,3 | |||||
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Kofferraumvolumen (l) |
k.A. | |||||
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Mängel am Testfahrzeug |
keine | |||||
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Fahrdynamik |
☺☺☺☺☺☺ | |||||
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Komforteindruck |
☺☺☺☺☺☺ | |||||
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Emotion |
☺☺☺☺ | |||||
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Alltagsnutzen |
☺☺☺ | |||||
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Familientauglichkeit |
☺☺☺☺ | |||||
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Sparpotential |
☺☺☺☺ | |||||
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Preis-Leistungs-Verhältnis |
☺☺☺☺ | |||||
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Weitere Infos, Ausstattung, Preise (...) |
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*Bewertung: ☺☺☺☺☺☺=hervorragend ☺☺☺☺☺=sehr gut ☺☺☺☺=gut ☺☺☺=zufriedenstellend ☺☺=nicht so toll ☺=geht besser |
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Weitere Informationen unter: |
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