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sparen für zwei

 

 

 

 

 

 

 

Test Honda Insight

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was den Gasfuß betrifft also eine sehr glückliche und einträchtige Ehe: Die raffinierte VTEC-E-Kombi stürzt nicht wie VWs 3 L notorisch ins Drehzahlloch, sondern bleibt konstant bei der Sache. Wie der VW schaltet sich der Honda im Ecomodus selbsttätig vor jedem Rotlicht, aber intelligenter Weise nicht anlässlich jeden Stauvorrückens aus. Die Fahrlust kastrierende Ruckelei des 3 L-Ecomodus verkneift sich der Japaner gescheit – obwohl auch hier der Ball, was Drehzahlen angeht, flach gehalten wird.

Dazu zelebriert der Lightweight-Honda (820 bis 860 Kilogramm) die Leichtigkeit des Seins auf jedem Meter, die dem etwas zwanghaft und verbissen sparenden VW ein manches Mal abgeht. Egal ob er mit den bei Nässe leicht aufschwimmenden Bridgestone-Leichtlaufreifen B391 165/65 R14 etwas knöchern und spröde dahin rollt, eingebremst wird oder geschwind beschleunigt – die Motoren des Insight bilden eine leichtfüßige und harmonische Schubgemeinschaft. Erstaunlich besonders für den, der zuvor nie elektrifiziert rollte.

Ein sattes Gefühl ohne viel gegessen zu haben: Das auf dem Verbrauchsmessstand gemessene Mittel liegt bei 3,4 l/100 km. Macht beim Kohlendioxid umweltfreundliche 80 g/km – zum Vergleich: Bis 2008 soll der Austoß in Deutschland im Flottenmittel bei 140 Gramm, in Japan bis 2010 bei 187 Gramm pro Kilometer liegen. 5,1 Liter nippte das 995 Kubik-Aggregat bei der Testfahrt in Zentraljapan alle 100 km aus dem 40 Liter-Reservoir.

 

 

 

Das heißt nichts anderes, als 800 km reisen ohne zu tanken. Mit der großen Heckablage für einiges Gepäck kein Problem. Mit der Bestuhlung schon: Hochgewachsene erfahren zu wenig Unterstützung im Hals-Schulterbereich, kleiner gewachsene sitzen auf langen Reisen jedoch auch nicht sonderlich bequem. Die Sitzposition ist relativ aufrecht, der Raumeindruck im hüfthohen Zweisitzer (1,36 m) jedoch alles andere als beklemmend. Selbst 1,90 Meter-Mannsbilder sitzen ohne direkten Kontakt zum Dach. Dass der Insight auch - nach für einen Testwagen ewigen 27.000 Kilometern - ohne knisternde Plastikteile über Unebenheiten rollt, und den Belag auch noch ansprechend hinwegfedert, spricht für Komfort und Verarbeitung.

 

Das Interieur umweht die sachliche, aber ansprechende Form- und Materialanmutung, die auch dem brachialen S 2000 aus gleichem Hause eigen ist. Da sich der Honda Insight auch im Ausstattungsniveau auf die nächst höhere Klasse heben lässt (Klimaanlage, Navigation, Automatik, Radio, CD), fehlt wenig, um mit ihm glücklich zu werden.

 

Der faire Einstiegspreis erstaunt daher: 2.100.000 Yen. Viel Innovation für relativ wenig Geld. Und mehr an innovativer Technologie, als deutsche Hersteller momentan in diesem Segment für nur 16.200 Euro (Kurs: Februar 2004) zu bieten haben - den Trend zu erkennen ist das eine, den Trend zu setzen das andere. Ein Motortrend, der vergleichbaren Selbstzündern in Kraftentfaltung und Ökonomie nahe kommt, wird hier gründlich verschlafen. Leider nicht nur von der Konkurrenz, sondern vom Hersteller selbst – der Honda Insight wird in Deutschland nicht angeboten.

 
Text: le / Fotos: am
2004
 

kurzcheck☺☺☺☺☺☺*

 

Leistung (PS bei 1/min)

70 bei 5.700

Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min)

113 bei 1.500

0 - 100 km/h (Werksangabe; s)

12,0

Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe)

180

Testverbrauch (l)

5,1

Kofferraumvolumen (l)

k.A.

Mängel am Testfahrzeug

keine

Fahrdynamik

☺☺☺

Komforteindruck

☺☺

Emotion

☺☺☺☺

Alltagsnutzen

☺☺☺☺

Familientauglichkeit

Sparpotential

☺☺☺☺☺

Preis-Leistungs-Verhältnis

☺☺☺☺

Weitere Infos, Ausstattung, Preise (...)

www.honda.co.jp
 

*Bewertung:

☺☺☺☺☺☺=hervorragend

☺☺☺☺☺=sehr gut

☺☺☺☺=gut

☺☺☺=zufriedenstellend

☺☺=nicht so toll

=geht besser

 

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Weitere Informationen:

Honda That´s

Honda S2000

 

 

oder unter:

www.honda.co.jp