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Quboismus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Test: Fiat Qubo 1.3 Multijet 16V

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quadratisch, praktisch, gut? Was stellt der kleine 1,2-Liter-Diesel des Panda im Qubo an? Sparsam? Variabel? Preiswert? Oder nur ein umgestricktes Handwerkerauto? Test: Fiat Qubo Trekking 130.

Der Koffer und sein Mensch. Wenn er mehr Raum hat, ist er zufrieden. Der Koffer. Der Mensch. Der Papa. Über die familiäre Kernkompetenz und die praktischen Vorteile muss man nicht lange diskutieren: Schiebetüren, zwei, eine rechts, eine links, serienmäßig. Die lassen sich vom Nachwuchs in engen Parklücken nicht mehr ins Blech des Nebenparkers rammen – schon mal ein Pluspunkt. Und die Spielwiese Innenraum fällt hoch und luftig aus – kein Wunder, sonst finden hier ja auch Leitern Platz.

 

Und der Kofferraum? Die Ladekante baut niedrig. Nach dem Druck auf zwei Hebel und dem Ziehen an zwei Laschen liegt die Rückbank (2/3-1/3-klappbar) ruckzuck danieder: völlig eben, hoch und breit. 510 kg dürfen beim Qubo Fünfsitzer geladen werden. Bei noch mehr Ladebedarf lassen sich die Rücksitze ausbauen. Nettes Detail am Rande: Die Taschenlampe in der rechten Kofferraumwand. Schon beim ersten geladenen Getränkekasten nervt allerdings das Gepäcknetz auf dem Kofferraumboden – also besser gleich weg damit. 50 kg dürfen aufs Dach, 600 oder 400 kg im 1.3 Multijet an den Haken bei gebremstem und ungebremstem Anhänger.

Das erwartete Inferno bleibt aus. Der Qubo dieselt leiser als erwartet. Die Durchzugsschwäche ganz unten ist allerdings genauso markant, wie der wuchtige Antritt darauf. Der Motor wirkt im unteren Drehbereich so schlapp, dass man ihm das eine oder andere Mal in engen Kehren den ersten Gang des gut schaltbaren Fünfganggetriebes gönnt. Ab 2.000 Umdrehungen klemmt sich der kleinvolumige Selbstzünder dann aber so ordentlich ans Geschehen, wie man´s von einem Diesel heute erwartet. Hohe Drehzahlen müssen nicht sein, da er dann brummt, laut wird, und die Kraft langsam, aber deutlich verebbt – wie bei jedem Dieselmotor.

 

 

 

 

2.000 bis 3.000 Touren sind somit die gefühlte Wohlfühlzone des 1,3 Liter-Common-Railers, Gleiten mit etwa 1.500 U/min und zufriedenem Säuseln aber auch passend. Insgesamt macht der kleine Multijet 16V, der auch dem Panda und dem Fiat 500 Kraft einhaucht, im 1,3 Tonnen schweren Qubo einen besseren Job als die nackten Leistungsangaben (190 Nm bei 1.500 U/min und 75 PS bei 4.000) vermuten lassen (Test Fiat Panda 1.3 Multijet 16V, Test Fiat 500 1.3 Multijet 16V). Das erscheint zwar nicht immer ganz harmonisch, aber im Kernfahrbereich kräftig. Mit 155 km/h Spitze ist man nicht der flotteste, aber auch nicht der langsamste auf der Autobahn.

 

Das Fahrwerk gibt’s nur ohne Sportabzeichen (McPherson Einzelradaufhängungen vorn, hinten mit Drehachse). Der Qubo federt zwar kommoder als vermutet, in schnellen Kurven zeigt sich aber auch warum. Die aufgezogenen Pirelli P2500 MS 185/65 R15 walken immer vernehmlicher. Der weich abgestimmte, hohe Van, der auf der Autobahn auch mal eine Böe fängt, legt sich massiv in die Kurve. Das Wanken, aber auch plötzliche Lastwechsel durch Gaswegnehmen oder Bremsen in der Kurve machen deutlich, dass die Grenze nun nahe ist. Das ESP inklusive Bremsassistent und Hillholder gibt da ein gutes Gefühl. Auch weil das Schwestermodell Nemo von Citroen unter Hand anderer Tester im relativ frühen Grenzbereich ohne ESP in unschöne Malaisen geriet und kippte (Die Folge: Bei allen Citroen Nemo und Fiat Qubo ist das ESP nun Serie).

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