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 Volks-4x4

 

 

 

 

 

 

Test Fiat Panda 1.2 8V Climbing

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Komfort bleibt im Vergleich zum Regulär-Panda deutlich, aber nicht ganz auf der Strecke. Ebene Pisten meistert der auf Pirelli Winter 185/65 R14 86T trocken abrollende Testwagen noch gelassen, erschreckend aussehende Schlaglöcher sogar relativ souverän. In den Federmittellagen teilt er dagegen mit harten, den Aufbau in schnelle Bewegungen versetzenden Risposten markant aus – mit dem positiven Nebeneffekt: gute Straßenlage, weniger Schieflage als sonst bei Geländewagen. Erstaunlich wie beherzt sich ein energisch bewegter Panda 4x4 in die Kurven hineinfeuern lässt.

 

Auch der Motor ist kein Spielverderber. Man glaubt zwar, der sparsame und leise, 70 PS starke 1,3 Liter-Diesel könnte die bessere Wahl sein (Test Fiat Panda 1.3 Multijet), doch einiges, was italienische Kleinwagen so ausmacht, spricht auch für den 60 PS leistenden 1,2 Liter-Vierzylinder mit Benzin im Tank. Er klebt ohne Turbolader bei mittleren Drehzahlen spontaner am Gas, tönt bei hohen Drehzahlen echt italienisch knurrig, und er bietet einen harmonischen, weil gleichmäßigeren Leistungsaufbau. Bei exakt 1.500 Touren ist er vibrationsfrei, bei 4.000 und ziemlich genau 130 km/h im 5.Gang wird der Ton streng. Mit diesem Drehzahlniveau sollte man es denn auf längerer Fahrt bewenden lassen, denn das Abwägen zwischen der möglichen Höchstgeschwindigkeit (145 km/h) und der eigenen Seelenruhe kennt auf Autobahnpassagen einen klaren Sieger: Den Menschen, der erkennt, dass der 1.2 8V ab jetzt nicht mehr spaßiger, sondern nur noch lauter wird.

 

Die Schaltanschlüsse in sehr angenehmer Schaltposition passen, der Durchzug geht angesichts von dünnen 102 Nm bei 2.500/min (Diesel: 142 bei 1.500) in Ordnung. Der Verbrauch allein wegen des immanenten Klettertalents (Mittel: 8,3 l Super/100 km). Alte 4x4-Regel: Wer rast, macht den Tank schnell leer – schuld ist auch der kleine Tank (30 statt 35 l im Panda 4x2). Bei verschärfter Testfahrt dauerte es zwischen 257 und 327 km bis zum Blinken der Tankleuchte.

 

 

 

Die eindeutig abzulesenden Armaturen, die Bedienung und die frische Farb- und Formgebung sind Panda-Allgemeingut. Die Pandastärken und -schwächen bleiben auch im Hochformat bestehen – Positiv: optimale Schaltposition, leichtgängige, im einparkfreundlichen „City“-Modus etwas synthetische elektrische Servolenkung „Dualdrive“, sehr rasch umlegbare Rücksitze, gute Verarbeitung und ein zwar nicht tiefer, aber variabler Kofferraum (200 – 855 l). Negativ: zu kleine Außenspiegel, Spiegelungen des Armaturenbretts in der Windschutzscheibe und ein eng geschnittener Fahrerbereich (bei großen Fahrern). Das Navigationssystem überzeugt nicht ganz: Anzeigen und Ziffern zu winzig, unglückliche Aufteilung Deutschlands in Süd und Nord (Wo beginnt Süd? Wo endet Nord?), uncharmante Ansagen. Da die teure Navi das auch beim Panda 4x4 Climbing 1.2 (inklusive Unterfahrschutz hinten und vorne, Seitenairbags, höhenverstellbarer Fahrersitz, Drehzahlmesser, Staufach im Beifahrersitz, Funkfernbedienung der Zentralverriegelung) gesunde Preis-Leistungs-Verhältnis in eine von der Mehrzahl der Käufer nicht gewünschte preisliche Richtung (plus 1.990 Euro) verschieben dürfte, lässt man sich hier leiten, ohne weiter zu kritisieren.

 

Denn auch wegen dieser von Fiat beim Panda praktizierten gesunden Preis-Wert-Philosophie fügen sich die hinteren Fensterkurbeln historisch stringent ins Bild – die hatte schon der erste Panda 4x4. Also alles beim alten? Damals wollte der Panda 4x4 kein echter Geländewagen sein und heute ebenso nicht, aber soweit in Wald und Wiese kam schon damals keiner im 3,50 Meter-Kleinwagen-Segment. Alles andere kann der aktuelle Panda 4x4 noch viel besser als sein Urahn. Geblieben ist er dabei – deutlich geräumiger, deutlich praktischer, deutlich teurer – ein 4x4 fürs Volk.

 
Text: le / Fotos: am
2006
 

kurzcheck☺☺☺☺☺☺*

 

Leistung (PS bei 1/min)

60 bei 5.000

Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min)

102 bei 2.500

0 - 100 km/h (Werksangabe; s)

20,0

Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe)

145

Testverbrauch (l)

8,3

Kofferraumvolumen (l)

200 - 855

Mängel am Testfahrzeug

keine

Fahrdynamik

☺☺☺

Komforteindruck

☺☺☺

Emotion

☺☺☺☺

Alltagsnutzen

☺☺☺☺☺

Familientauglichkeit

☺☺☺☺

Sparpotential

☺☺☺

Preis-Leistungs-Verhältnis

☺☺☺☺☺

Weitere Infos, Ausstattung, Preise (...)

www.fiat.de
 

*Bewertung:

☺☺☺☺☺☺=hervorragend

☺☺☺☺☺=sehr gut

☺☺☺☺=gut

☺☺☺=zufriedenstellend

☺☺=nicht so toll

=geht besser

 

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Weitere Informationen:

Fiat Panda 1.3 Multijet

Fiat Idea

Fiat Multipla

Fiat Barchetta

Fiat Spider 2000 i.e