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V8 sagen, Diesel fahren

Test: Chrysler PT Cruiser CRD

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im PT mit Diesel-Aggregat sitzt die gleiche Familie dagegen, ohne sich bei der Reise Sorgen um die Treibstoffkasse machen zu müssen. Und sie sitzt gut. Vorne wie hinten. Schließlich lautet der Auftrag des Chryslers kurz und knapp „PT“, was langsilbiger für „Personal Transport“ steht. Dieser Ideologie folgend herrscht an Raum kein Mangel. Vorne genießt man dank der erhöhten Sitzposition einen guten Ausblick. Der Blick zurück ist verbauter (breite D-Säule, nach hinten ansteigende Karosserie, kleinflächige Heckscheibe).

Die Bedienlogik leuchtet ein. Klima bestens, alle Getränke sicher am Platz. Die Qualität scheint aus Stuttgart importiert: Die Türen fallen satt in die Schlösser, das dicke Leder ist mit breiter Naht genäht, die Materialanmutung, etwa an Armaturenbrett und Dachhimmel, stimmt.

 

Hinter den Vordersitzen reicht der Platz für einen flotten Dreier – mit Gepäck: 520 bis 2.150 Liter, je nachdem wo sich die Bestuhlung befindet: Die Rückbank lässt sich hinten im Verhältnis 1/3 zu 2/3 umlegen, komplett an die Vordersitze klappen oder ganz ausbauen. Die Heckablage erweist sich mit vier möglichen Positionen (Oben, Mitte, Boden oder als Tisch) als ähnlich variabel. Praktisch ist auch das Staufach an der linken Gepäckabteilseite (Volumen: etwa eine 1,5 Liter-Wasserflasche), die weit nach oben schwenkende Heckklappe und der darin befindliche Griff gegen schmutzige Hände. Wer allerdings am Notrad Hand anlegt, bleibt nicht sauber: Weil es arg zünftig außen unter dem Wagenboden befestigt ist.

 

 

 

 

 

Was sonst noch zu kritisieren wäre? Sicher die etwas geringe Zuladung (395 kg), der große Wendekreis (11,7 m) und nur EU-3. Vielleicht der hier etwas deplaziert wirkende Dachspoiler, das Zündschloss, das den Fahrzeugschlüssel nur nach Knopfdruck freigibt oder die Radio-/Navigationseinheit, die einige Zentimeter zu tief in der Mittelkonsole sitzt. Schön, dass sich auch mit dem gut im Blick liegenden Kompass nach Hause finden lässt.

Summa summarum: Mehr Lob als Tadel. The American way of driving - auch ohne V8. Lässig, spaßig, vernünftig. Kurz: der CRD als Idealbesetzung an Deutschlands Zapfsäulen. Wer nach noch mehr Kraft giert, der brandneue PT Cruiser GT (2,4 Liter-Turbo, 223 PS, 332 Nm) hat sie. Allerdings ohne die befreiende Reichweite des CRD - über 700 Kilometer in einem Rutsch.

 
Text: le / Fotos: am
2003
 

kurzcheck☺☺☺☺☺☺*

 

Leistung (PS bei 1/min)

121 bei 4.200

Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min)

300 bei 1.600

0 - 100 km/h (Werksangabe; s)

12,1

Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe)

183

Testverbrauch (l)

8,0

Kofferraumvolumen (l)

520 - 2150

Mängel am Testfahrzeug

keine

Fahrdynamik

☺☺☺

Komforteindruck

☺☺☺☺

Emotion

☺☺☺☺☺

Alltagsnutzen

☺☺☺

Familientauglichkeit

☺☺☺☺

Sparpotential

☺☺☺

Preis-Leistungs-Verhältnis

☺☺☺☺

Weitere Infos, Ausstattung, Preise (...)

www.chrysler.de
 

*Bewertung:

☺☺☺☺☺☺=hervorragend

☺☺☺☺☺=sehr gut

☺☺☺☺=gut

☺☺☺=zufriedenstellend

☺☺=nicht so toll

=geht besser

 

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