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Das klappt
Test BMW Z4 sDrive35i |
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Zwei in einem? Erste rasante Eindrücke vom ab Mai erstmals mit feschem Alu-Klappdach auftretenden Z4 mit 306 PS leistendem TwinTurbo – Fahrbericht: BMW Z4 sDrive35i. „Das Roadster-Segment ist ein volatiles Segment“, weiß Klaus Borgmann, Leiter der Modellreihe Z4, aus Erfahrung. Rund 280.000 Z3 von 1996 bis 2002 folgten weit weniger Z4 bis zur Produktionseinstellung 2008. Der Z4 (E85) war eher Purist, hart abgestimmt (Test: BMW Z4 2.2i) und sagte den preiswerteren Vierzylindern adé. „Einige Fahrer konnte man nicht bedienen“, formuliert es Borgmann netter. Tatsächlich stürmte der SLK mit mobilem Festdach und volksnäherer Zylinderzahl in den Verkaufszahlen davon. Auf den Erfolg des Z4 mit elektrischem Klappdach möchte man wetten. Weil man es sieht, fühlt und auf einer Bergstrecke mit streng auf Fahrerlebnis geschärften Reizen erfährt. Spanische Felswände geben ein famoses Konzert. Das fluxe und sonore DSG-Stakkato (7-Gang-Sport-Automatic mit Doppelkupplung optional) fliegt durch´s Drehmoment. Zugkraftunterbrechungen? Nee. Wolfgang Nehse, Entwicklung Antrieb Z4, erinnert es an die krachenden Turbos der seeligen DTM. Vorab nickt man den Vergleich nur ab. Dann sitzt man im sDrive35i, beschleunigt aus der Kurve heraus, und die Lader (je einer pro Zylinderbank) stoßen am Auspufftrakt so massiv, tief und wuchtig auf, dass im ersten Moment nur ein dumm-zufriedenes Grinsen zurückbleibt – brachial. |
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Als Überholmanöver formuliert: Tafelbergartige 400 Nm von 1.300 bis 5.000/min, 306 PS bei 5.800/min, 5,2 kg/PS Leistungsgewicht, 5,1 s bis Tempo 100, das alles reicht um ein Auto überholen zu wollen, und es mit drei in Reihe dann zu tun. Nun gilt es vor der nächsten Biegung, den rechten Rhythmus zu finden: Hart anbremsen, Scheitelpunkt anvisieren und dann so früh auf´s Gas, dass die hinteren Runflat-Gummis (255/R17) bestätigend walken oder sogar kurz wischen. Bei „Sport+“ streiche man das „kurz“, da DSC (ESP) nun abgeschaltet ist – Geschmacksache bei 500 Meter tiefen Schluchten, ein Meter entfernt vom Fahrbahnrand. Was braucht es mehr als 50:50-Achslastverteilung, Heckantrieb und eine Lenkachse ohne Antriebseinflüße? Man spürt außerordentliche Lenkpräzision und schwer aus der Fassung zu bringende Spurtreue. Erst sehr spät schiebt der Vorderwagen etwas über die Vorderräder. Noch mehr gefällt: Das Standard-Fahrwerk des Z4 ist deutlich kommoder geworden und mit „Sport/Sport+“-Option der „Fahrdynamik Control“ (Serie in jedem Z4) zugleich nochmals sportlicher – Fortschritt mit doppelter Wirkung. 167 Kilometer Landstraße in knapp zwei Stunden – ein enormer Schnitt für eine Bergziegentour. Der Pilot ist nun emotional auf dem Gipfel. Der 55 Liter-Tank faktisch unter halbvoll in der Senke. Das Sparprogramm „EffecientDynamics“ (Bremsenergierückgewinnung, elektromechanische Servolenkung, Verbrauch senkendes DSG ... ) kann nicht retten, was abrauschende Emotion in hispanischen Hügeln zuvor versaut hat. Die Rechnung wird im sDrive35i eben strikt mit dem Gasfuß abgemacht. Dass am Ende ein Verbrauch steht wie im EU-Prüfstandsprotokoll (9,0 l/100 km mit DSG), ist daher höchst unwahrscheinlich. Warum? Ein praxisfernes Messverfahren, das nicht niedrige Leergewicht (1.600 kg), das herausfordernde Temperament des Bi. |
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