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X5 Version 2.2

Fahrbericht: BMW X5 xDrive40d

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Praktisch ist das riesige Staufach im Kofferraumboden, wenn man das Ersatzrad nicht dabei hat (wie der Testwagen) und herrlich musikalisch das Konzertvolumen des großen SUV-Innenraums. Der es wie beim Vormodell mit optionalen sieben Sitzen (der Kofferraum schrumpft dann allerdings von 620 auf 200 l) auch mit fünf Kindern aufnimmt. Ganz neu sind im X5 dagegen Oberklasse-Extras wie das Head-Up-Display, die Rückfahrkamera mit Side und Top View (wie im neuen 5er: Fahrbericht BMW 535i) oder der Spurhalteassistent (er warnt mit leichter Vibration im Lenkradkranz).

 

Servolenkung und Fahrwerk (optional mit Hinterachs-Luftfederung, Adaptive Drive oder Aktivlenkung) sind so fahraktiv wie schon im ersten X5. Um beide härter zu testen, fehlt vor allem eins: Kurven. Der X5 gleitet mit 60, 70 Meilen voran, immer gerade aus in Richtung Key West. Der wohl tarierte Bremsdruck macht glauben, man könnte auch einen 3er oder 5er am Fuß haben. Die Masse drückt, aber sie bedrückt nicht. Angenehmere Reisemobile zu finden, ist kein leichter Auftrag. Wie ausgewogen der Komfort wirklich ist, demonstriert auch eine gerade Straße: Man hört die im Fünf-Meter-Takt aneinander gereihten Asphaltplatten, aber man fühlt sie kaum – souverän kann man´s auch nennen.

 

Souverän ist im BMW vor allem das M: Zum Einsatz kommen im neuen X5 vier Motoren: zwei Benziner und zwei Diesel, die alle serienmäßig mit der neuen, den alten Sechsgangwechsler ablösenden Achtgang-Automatik liiert sind, die mit ihren absolut hintergründigen Stufenwechseln genauso überzeugt wie der gefahrene Top-Diesel xDrive40d.

 

 

 

Die Schaltstufen schwimmen hier nur so, und das sehr früh, im opulenten Überfluss: 600 Nm zwischen 1.500 und 2.500 U/min. Der Reihensechszylinder klingt auch wie einer – gut –, nimmt es in seinem Durchzug aber locker mit dem über 100 PS stärkeren V8 des xDrive50i auf: exakter Drehmomentpatt bei weit niedrigerem Durchschnittsverbrauch – 7,5 statt 12,5 l/100 km. Welches der Aggregate der Favorit für Deutschland ist, ist somit beantwortet: Der Diesel, da hier die Tankanzeige viel weniger zur Problemzone werden kann. Ob als xDrive30d oder als xDrive40d, das ist gar nicht so klar und anders, wie einem die Modellkryptik weismachen will: Beide haben 3,0 Liter Hubraum, mit 540 Nm steht der schwächere Motor aber vergleichbar gut im Futter – bei nur geringfügig geringerer Höchstgeschwindigkeit (222 statt 236 km/h) und in der Praxis wohl gleichem Verbrauch (7,4 l).

 

Was da zumeist die Entscheidung beeinflusst, liegt auf der Hand: der Preis, der sich beim xDrive 40sd auf mindestens 61.800 Euro beläuft, beim Einstiegs-Diesel aber auf lediglich 54.200 Euro – 9.100 Euro sind im Moment ziemlich viele Dollar.

 
Text: le / Fotos: BMW
2010

kurzcheck☺☺☺☺☺☺*

 

Leistung (PS bei 1/min)

306 bei 4.400 

Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min)

600 bei 1.500

0 - 100 km/h (Werksangabe; s)

6,6

Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe)

235

EU-Normverbrauch (Werksangabe, l)

7,5 Diesel

Kofferraumvolumen (l)

620 - 1.750

Mängel am Testfahrzeug

keine

Fahrdynamik

☺☺☺☺☺

Komforteindruck

☺☺☺☺☺

Emotion

☺☺☺☺☺

Alltagsnutzen

☺☺☺☺☺

Familientauglichkeit

☺☺☺☺☺

Sparpotential

☺☺☺

Preis-Leistungs-Verhältnis

☺☺☺☺

Weitere Infos, Ausstattung, Preise (...)

www.bmw.de
 

*Bewertung:

☺☺☺☺☺☺=hervorragend

☺☺☺☺☺=sehr gut

☺☺☺☺=gut

☺☺☺=zufriedenstellend

☺☺=nicht so toll

=geht besser

 

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