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Aus Freude am Mitfahren
Fahrbericht: BMW Gran Turismo 530d |
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Und wie fährt er sich? Kurze Antwort: wie ein BMW. Ohne fühlbare Kompromisse. Die ganz neue Achtgang-Automatik ist ein einziger wattiger Hintergrund, wenn sie die Schaltstufen weich kaschiert. Die Bremsanlage (belüftete Scheiben; vorne: 348 mm, hinten: 345) steht mit straffem Druckpunkt Gewehr bei Fuß. Die Hinterachs-Luftfederung (mit Niveauregulierung) ist Serie und die ebenso serienmäßige Fahrdynamik-Control in Verbindung mit dem teuren Adaptive Drive (3.000 €) in „SPORT“ und „SPORT+“ sehr dynamisch (Fahrdynamik-Control-Taste auf der Mittelkonsole). Der lange Radstand, 3.070 mm, ist komfortabel. Wie aller Voraussicht nach auch bald der neue BMW 5er, auf dem der Gran Turismo basiert. Der hält mit Doppelquerlenker-Vorderachse und der neuen Integral-V-Hinterachse (mit der optionalen Integral-Aktivlenkung: mitlenkend wie im 7er) gut Balance zwischen Komfort und Sportlichkeit. Da passt die sehr souveräne, weil präzise und bei hohen Tempi stoische Servotronic gut ins Bild. Und die Motoren? Der 3.0 Turbo-Twinturbo ist bekannterweise eine Wonne (Test: BMW 135i, Test: BMW 335i Cabrio), wenn man auch spürt, dass seine quicken 306 PS unter 1.940 kg Fahrzeuggewicht deutlich mehr zu schaffen haben. Auch deshalb ist der neue und elastische 3,0 Liter-Diesel mit Vollaluminium-Kurbelgehäuse und Common-Rail-Direkteinspritzung der Favorit: Einspritzdrücke bis 1.800 Bar, 245 PS bei 4.000 U/min und 540 Nm schon bei 1.750 schieben den 530d in 6,9 s nachdrücklich auf 100 und erlauben eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. Der 535i ist nur unwesentlich flotter (6,3 s, 250 km/h) und, trotz seiner Drehmomentfülle von 400 Nm schon bei 1.200 U/min, von Herzen ein Dreher. Der Selbstzünder dagegen klebt mit mehr Drehmoment und Verve fast permanent an den Gaswechseln. Im Resultat macht ihn das zum gelasseneren und entspannteren Motor. Man genießt das Gefühl, mehr Kraft am Fuß zu haben. Von den viel gesitteteren Drinksitten ganz abgesehen – denn wer kann den heißspornigen Twinturbo mit 8,9 Liter/100 km Normverbrauch fahren? Falsche Frage: Wer will es?
Aber das Beste kommt zum Schluss. Auch hier. Oder gerade hier. Der GT wurde nicht nur “von innen nach außen” konstruiert, wie sein Schöpfer Warming bei der 3D-Präsentation in Portugal betont, sondern ebenso von hinten nach vorne: Der Insasse fühlt sich bei der Sitzprobe im Fond, auch wegen des sehr freien Durchblicks nach vorne, psychologisch fast sofort in der ersten Reihe. Dank der um 100 mm verschiebbaren und in der Neigung verstellbaren Rückenlehne, den kommoden Einzelsitzen (Komfortsitze hinten: 1.950 €), der feudalen Beinfreiheit (wie im BMW 7er), viel Kopfraum (wie im X5), weit nach hinten gezogenen Seitenfenstern und den Dingen, die die luxuriöse Gran Turismo-Lounge noch angenehmer machen: ein riesiges Ablagefach in der Armlehne, optionale TFTs an den Kopfstützen der Vordersitze, die elektrisch verstellbaren Komfortsitze, die obligatorischen Getränkehalter … |
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Die zweigeteilte Heckklappe am sanften Rücken ist so raffiniert wie praktisch. Sie lässt sich bis zur Dachlinie öffnen oder wie bei einer Limousine. Bei Nutzung der kleinen Klappe für die Zuladung von Kleinigkeiten bleibt der Kofferraum abgeschlossen von der Fahrkabine, sodass kein Zug in den Innenraum dringt. Die große Heckklappe nutzt man auf Reisen, oder wenn es beim Transport sperriger wird. Die niedrige Ladekante leistet dann gute Dienste. Auch weil der Gran Turismo bei komplett flach gelegter Fondsitzbank (elektrische Verstellung direkt im Kofferraum) ziemlich ausführlich zu bepacken ist: 1.700 Liter lang.
Die “Eroberung” beginnt am 24. Oktober. Sie wird auch im Verkaufsraum immer betont “hinten” beginnen. Aber auch weit nach vorne führen? 30.000 Gran Turismo pro Jahr, zur Zeit 55.200 bis 75.300 € teuer (andere Motoren folgen), sind geplant. Das Konzept ist sehr klug, da es sich im Layout wie nie zuvor an den Raumbedürfnissen der Insassen orientiert. Lange Reisen dürften ein Genuss sein. Und wenn die BMW-Marktforscher wirklich gute Arbeit geleistet haben (“Es wird einen Markt geben”), dann wird es wieder einmal – nach dem auch nur am Anfang kritisierten X5 – ein Erfolg “der erste seiner Art zu sein” (Verkaufsvorstand Karsten Engel). Spannende Frage, ob das klappt. |
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| Text: le / Fotos: am | ||||||
| 2009 | ||||||
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kurzcheck☺☺☺☺☺☺* |
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Leistung (PS bei 1/min) |
245 bei 4.000 | |||||
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Maximales Drehmoment (Nm bei 1/min) |
540 bei 1.750 | |||||
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0 - 100 km/h (Werksangabe; s) |
6,9 | |||||
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Höchstgeschwindigkeit (Werksangabe) |
240 | |||||
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EU-Normverbrauch (Werksangabe, l) |
6,5 Diesel | |||||
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Kofferraumvolumen (l) |
440 - 1.700 | |||||
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Mängel am Testfahrzeug |
keine | |||||
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Fahrdynamik |
☺☺☺☺☺ | |||||
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Komforteindruck |
☺☺☺☺☺☺ | |||||
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Emotion |
☺☺☺☺ | |||||
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Alltagsnutzen |
☺☺☺☺☺ | |||||
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Familientauglichkeit |
☺☺☺☺☺ | |||||
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Sparpotential |
☺☺☺☺☺ | |||||
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Preis-Leistungs-Verhältnis |
☺☺☺☺ | |||||
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Weitere Infos, Ausstattung, Preise (...) |
www.bmw.de | |||||
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*Bewertung: ☺☺☺☺☺☺=hervorragend ☺☺☺☺☺=sehr gut ☺☺☺☺=gut ☺☺☺=zufriedenstellend ☺☺=nicht so toll ☺=geht besser |
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