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revolution mit wartezeit

 

 

 

 

 

 

Fahrbericht: BMW Vision Efficent Dynamics

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 5. November, Fahrslot: 16.35 bis 16.40 Uhr. Jetzt ist es 14.00 Uhr. Revolutionen fangen wohl manchmal langsam an. Wohl auch zumeist ziemlich dunkel: Dunkle Limousinen bringen Männer in dunklen Anzügen in eine fast völlig dunkle Halle auf der Leipziger Messe. Das verrät, dass hier gleich etwas wegweisendes geschieht – Der Münchener Hersteller präsentiert anlässlich der Erweiterung des Werks Leipzig den noch namenlosen Sportwagen Vision, der sich „Efficient Dynamics“ vornehmen wird, wie kein BMW-Modell je zuvor.

Als scheinbar serienferner Messestern auf der IAA 2009 geboren, präsentierten die Ingenieure nun den fahrbereiten Technologieträger. BMWs 2+2-Konzept pirscht sich – so mucksmäuschenstill wie Revolutionen niemals ablaufen – heran. Erstmal in der Halle, weil die Elektronik noch feuchtigkeitsempfindlich ist. Vier aggressive Äuglein lunzeln, im Dampf der Nebelmaschine und zwischen scharfen Laserstrahlen, aus der Dunkelheit herüber. Dann rollt die süddeutsche Flunder heran. Weiß mit psychedelischen Tarnkringeln, im Karbon-Outfit und mit einem klipp und klar formulierten Auftrag im Erscheinungsbild: Baut mich.

Erste Sensation: Er wird gebaut. Ab 2013. Zweite Sensation: Wir werden jetzt und hier schon einsteigen und mitfahren. Und die dritte: das Datenblatt. Drei Motoren, 328 PS Leistung, 250 km/h Spitze und das fast für lau: 3,76 Liter fließen alle 100 km aus dem Tank, schlanke 99 g C02/km entfleuchen am Fahrzeugende – brutaler Sportwagenbiß mit blütenweißer Ökoweste? BMW sagt: Ja.

 

 

 

weistellige Verbrauchsorgien sind mit dem 1,5-Liter-Dreizylinder-Diesel passé. Klassischer Dreisatz: Weniger Zylinder, weniger Reibung, weniger Verbrauch.  Ungewöhnlich dabei ist, dass der Motor nur bis Drei zählt. Ungewöhnlich, weil der Produzent gerade im sportlichen Segment eher auf starke Sechs-, Acht-, Zehn- oder Zwölfzylinder setzt. Dazu: Drei Zylinder gab´s im PKW aus München noch nie. Die Isetta zylinderte mit Zweien, aber das ist nun wirklich lange her … 

Dem vorne quer eingebauten Selbstzünder assistieren gleich zwei Elektromotoren, die dem mit einem Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe liierten 163 PS-Diesel mit jeweils 60 KW auf der Vorder- und Hinterachse – der Allradantrieb der Zukunft – zuarbeiten. Die Motoren, die zu Beginn für etwa drei Monate in der Karosserie eines mattschwarzen BMW 6er spazieren gefahren und getestet wurden, sind intelligent miteinander verknüpft.

Mit dem Bremsen wird Energie zurückgewonnen („rekuperiert“). Als Plug-In-Hybrid kriegt der Bayer die volle Stromladung binnen zweieinhalb Stunden auch an der Haushaltssteckdose. Der Elektroantrieb allein ermöglicht emissionsfreies Fahren mit einer Reichweite von rund 50 Kilometern. Mit dem 25 Liter fassenden Dieseltank geht es noch 650 Kilometer weiter.

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